Räumung in RioDie Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wirft ihre Schatten voraus. Im ganzen Land herrscht ein gewaltiger Bauboom, vor allem die Stadien werden ausgebaut, um den Spielern, Fans und vor allem den sponsorenden Konzernen das gewünschte Umfeld zu liefern. Auf der Strecke bleiben wieder einmal die Menschen. Am Wochenende räumten 200 Beamte der Sturmbataillons der Militärpolizei gewaltsam das Gebäude des Indígena-Museums in Rio de Janeiro. Die Einrichtung, die der Kultur der Ureinwohner Brasiliens gewidmet ist, soll der Erweiterung des Maracana-Stadions weichen.

 

Dagegen protestierten die Indígenas. 40 von ihnen weigerten sich, das Gebäude zu verlassen, konnten jedoch schnell von den Beamten überwältigt werden. In der Umgebung entwickelte sich jedoch eine regelrechte Straßenschlacht zwischen der Polizei und Demonstranten. Medienberichten zufolge wurden zwei der Protestierenden von der Polizei festgenommen, ein Indígenas und ein Journalist wurden verletzt und mussten ärztlich behandelt werden.