Sonntag, 22. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Während die nächsten Wahlen am 24. Juni 2018 in der Türkei bevorstehen, vergeht kein Tag, an dem die Türkische Lira nicht an Wert verliert. Dieser Wertverlust wird vor allem eine weitere Verarmung der Bevölkerung bedeuten. Die Kommunistische Partei der Türkei kämpft dagegen, damit die entstehenden Lasten nicht auf die Arbeiter abgewälzt werden. Deshalb erscheint es notwendig, einiges zu den wirtschaftlichen Verhältnissen in der Türkei klar zu stellen.

1.Der Wertverlust der Türkischen Lira ist nicht die Ursache, sondern die Folge der wirtschaftlichen Misere.

2.Die Wachstumspolitik der Türkei, die durch “Verschuldung” eine Art Finanzquellen schafft, mit Niedriglöhnen und durch Plünderung der öffentlichen Ressourcen Wachstum anstrebt, stößt an ihre Grenzen. Die Probleme der Wirtschaft in der Türkei resultieren aus der kapitalistischen Struktur.

3.Wirtschaftskrisen sind natürliche Folgen des Kapitalismus. Die Türkei als ein kapitalistisches Land, kann sich dem nicht entziehen. 4.Es ist irrig zu meinen, dass die Probleme der türkischen Wirtschaft allein mit der sturen Zinspolitik Erdogans zusammenhängen. Mit der Erhöhung der Zinsen wird die türkische Wirtschaft nicht aus der Talsohle rauskommen.

5.Auch die Forderung nach einer autonomen Zentralbank ist beschämend. Eine solche Autonomie würde nur bedeuten, dass das internationale Kapital die absolute Kontrolle der türkischen Wirtschaft übernimmt. Solch eine Forderung kann auch nur von den Kollaborateuren, den Befürwortern des US-Imperialismus oder den Liberalen stammen.

6.Hier liegt das Problem nicht darin, dass die Zentralbank der Regierung untergeordnet ist, sondern das Problem ist die Regierung selbst. Erdogan ist Vertreter einer Regierung, die nur zur Unterstützung der internationalen Monopole aufgestellt wurde. Der aber nun in der Umsetzung dieser Aufgabe scheitert.

7.Wir können die türkische Wirtschaft nicht mit den Augen der Konzerne und Bosse betrachten. Was uns interessiert, ist die Situation des Volkes. Unser Volk muss nicht die Schulden von Konzernen schultern, die immer mehr Gewinne machen.

8.Die Türkei schlittert in eine Katastrophe, wie sie viele andere Länder schon erleben mussten. Wenn das Volk nicht aufsteht und einen Schlusspunkt setzt, nicht gegen die Ordnung der Bosse aktiv wird, wenn es nicht sagt, dass es die Rechnung der Krise nicht tragen wird, dann werden die Bosse auch die Krise für eigene Zwecke instrumentalisieren. Am Ende wird das Einkommen der Menschen um einiges weiter schrumpfen.

9.Die Türkei ist keine Spielwiese für das Kapital, weder für inländisches noch für ausländisches. Was der türkischen Wirtschaft auf die Beine helfen wird, ist die sofortige Verstaatlichung der Banken und Goßkonzerne. Dafür ist eine revolutionäre Macht ausreichend, die die Interessen der Werktätigen wahrnimmt.

10.Gleich welche der systemtreuen Parteien am Tag nach den Wahlen an die Spitze kommt, die Türkei braucht den sozialistischen Ausweg, damit die Verursacher der Krise, also die Bosse, die Rechnung tragen und nicht die Arbeiter.

11.Die aktuelle Ordnung der Türkei führt das Land in den Abgrund. Aus diesem Grund muss sich die Ordnung ändern. Der einzige Weg führt über aktives Handeln. Dafür ruft die Kommunistische Partei der Türkei zur Unterstützung der parteilosen Kandidaten bei den anstehenden Wahlen am 24.06.2018 auf, da auch diese sagen “Diese Gesellschaftsordnung muss verändert werden!”.

TKP – Kommunistische Partei der Türkei

Zentralkomitee

Quelle:

Kommunistische Partei der Türkei

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