Im Beisein von Ivet Lopez, Botschaftsrätin und stellvertretende Botschafterin der Republik Kuba in Deutschland, wurden am 27. Juli 2020 in Gera-Lusan 110 Fahrräder in einen Container verladen, der nun nach Kuba eingeschifft wird. Den größten Teil der Fahrräder sammelten und reparierten – wenn nötig – Mitglieder des Radfahrerklubs Solidarität 1895 Gera e.V. Sie stellten auch die Transportfähigkeit der Räder her. Weitere verladene Fahrräder sammelten Cuba Sí Chemnitz und Berlin. Von Cuba Sí Berlin unterstützten 9 Mitstreiter die Aktion vor Ort.

Diese Aktion der Geraer Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí in der LINKEN ist ein weiterer Beleg für die aktive und unverbrüchliche Solidarität mit der kubanischen Revolution. Der Stadtvorsitzende der Geraer LINKEN und Thüringer Landtagsabgeordnete Andreas Schubert betonte bei der Übergabe eines Buches über die Stadt Gera als Gastgeschenk, dass DIE LINKE auch zukünftig aktive Solidarität mit Kuba auf allen Ebenen unterstützen wird, gerade auch im Kampf gegen die US-Blockade-Politik, die im Zusammenwirken mit der Corona-Pandemie (keine Einnahmen aus dem Tourismus) die Einwohner Kubas auf eine harte Probe stellt.

Cuba Sí Gera und Berlin

 

Presseinformation von Elke Lier vom 27. Juli 2020:

Seecontainer geht mit Fahrrädern für Kuba auf Tour

Solidaritätsaktion der Geraer Cuba Sí-Gruppe wird von kubanischer Botschaft gewürdigt

Einen Zwischenstopp auf seiner Fahrt nach Hamburg und der späteren Seereise zum Hafen von Havanna legte gestern (Montag, 27. Juli) ein großer Seecontainer in Gera-Lusan ein. Am Garagenkomplex Zopfstraße verluden Mitglieder von Cuba Sí Gera 84 gespendete Fahrräder aus Gera. Dazu kamen noch 20 aus Berlin und 30 aus Chemnitz. Innerhalb von drei Stunden musste der teure Container fachgerecht und Platz sparend bis in den letzten Winkel mit den gespendeten Zweirädern und zugehörigen Ersatzteilen beladen werden.

Theresia und Helmut Friedrich hatten zur Lagerung ihre Garage, andere Mitglieder ihre Keller zur Verfügung gestellt. Warum diese Aktion?

Die Corona-Pandemie hat Kuba, der beliebten Urlaubsinsel in der Karibik, einen massiven Tourismuseinbruch beschert. Und das bei gleichzeitiger Verschärfung des seit 60 Jahren währenden Wirtschafts- und Handelsembargos durch die USA. Weltweit ist das die längste Blockade in der modernen Geschichte. Die kubanische Wirtschaft trifft das hart. Neben den ausbleibenden Touristen fehlen dem Land auch Devisen durch Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Kubaner an ihre Verwandten. So besteht zurzeit ein akuter Mangel an Gebrauchsgütern aller Art, Medikamenten und Lebensmitteln. Kuba erlebt  die wirtschaftlich schwierigste Situation seit Anfang der 90er Jahre.

Die kubanische Landwirtschaft nimmt bei der Überwindung des Mangels eine Schlüsselstellung ein. Denn 85 Prozent aller konsumierten Lebensmittel auf Kuba sind Importe.

Die 2018 bundesweit gestartete Aktion „Fahrräder für Kuba“ soll das seit Jahren mit Hilfe internationaler Unterstützung laufende Milchprojekt der Bauern in der Region um die Provinzstadt Guantanamo unterstützen. Auf dem unwegsamen Gelände kommen auf den „Fahrrädern der Solidarität“ Melker frühzeitig schneller und bequemer auf Arbeit und Kinder in die Schule.

Die Fahrradaktion wird auch vom Geraer Radfahrerclub „Solidarität 1895“ mitgetragen. Bereits Ende Februar gingen 24 Räder auf die Reise nach Kuba. Diesmal füllen Räder aus Berlin Chemnitz und Gera den großen Seecontainer, beschreibt Dietmar Rausch, Cuba Si-Mitglied und einstiger Seefahrer bei der DDR-Fischfangflotte die 33 Kubikmeter fassende „Übersee-Kiste“. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Geraer Gruppe reparierte und putzte er die Fahrräder und machte sie versandfertig, indem Lenker, Pedale und Sättel auf geringste Abmessung verstellt wurden. Bewegt schildert er die spontane Solidarität der Geraer: „Ein älterer Herr kam vorbei, fragte, was wir hier machen und versprach wieder zu kommen. Kurz darauf kehrte er mit zwei fast neuen Fahrrädern zurück.“

„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“. Dieser Satz von Che Guevara, dem Kampfgefährten Fidel Castros, behält auch über 50 Jahre nach dem Tod Che‘s seine Bedeutung, für Kuba nun erst recht.

Ivet Lopez, Botschaftsrätin und stellvertretende Botschafterin der Republik Kuba in Deutschland war bei der Verladeaktion in Lusan dabei: "Im Namen des kubanischen Volkes bedanke ich mich ganz herzlich bei der Geraer Cuba si-Gruppe, ihren Unterstützern und allen Menschen in Deutschland, die mit Kuba tätige Solidarität üben. Unser Land, das ohnehin mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft, konnte wegen der Corona-Pandemie seit vier Monaten keine Touristen mehr begrüßen. Damit ist ein ganzer lebenswichtiger Wirtschaftszweig weggebrochen. Die USA sanktionieren und blockieren alle Erdöltanker nach Kuba. So ist das Fahrrad wirklich zum wichtigsten Transportmittel geworden. Deutsche Freunde unterstützen mein Land  mit Geldspenden und medizinischen Hilfsgütern gegen die Corona-Pandemie. Wir sind froh, hier solche verlässlichen Freunde zu haben. Wir werden weiter kämpfen in dieser schwierigen Lage und unsere Revolution verteidigen."

Die Botschaftsrätin und Cuba Si-Mitglieder aus Berlin und Chemnitz machten bei einem Stadtrundgang Bekanntschaft mit Gera und Bürgern, die sich weltoffen und solidarisch zeigen.

Videos der kubanischen Botschaft:

Quelle:

Cuba Sí

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