Freitag, 17. August 2018
Solidaritätsanzeige

Auf acht hat sich die Zahl der Todesopfer – bei ca. 40 Verletzten – nach der Explosion einer Gasflasche mitten im Karneval der bolivianischen Stadt Oruro inzwischen erhöht, berichtete die Polizei

Anfangs hatte der Polizeichef des Departments Rómel Rama verlautbart, dass es um 18 Uhr 45 Ortszeit am Samstag zur Explosion eines Gasbehälters an einer ambulanten Garküche gekommen sei, was zum unmittelbaren Tod von vier Personen und dem Exitus dreier weiterer geführt habe, während sie noch medizinisch betreut wurden, hieß es bei der Agentur ABI.

Außerdem war von 28 Verletzten die Rede gewesen, die auf die lokalen Krankenhäuser verteilt worden seien – eine Ziffer, die sich inzwischen beträchtlich erhöht hat.

Die Behörden veröffentlichten die Namensliste der Todesopfer – vier Kinder, drei Frauen und ein Mann.

Präsident Evo Morales übersandte eine Botschaft, in der er den Familien der Opfer gegenüber sein Mitgefühl und seine Solidarität zum Ausdruck brachte und außerdem versicherte, auch den Verletzten Hilfe zukommen zu lassen, berichtet PL.

Der Karneval von Oruro ist von der Junfrau von Socavón inspiriert (die als 45 Meter hohe Statue auf einem Hügel das optische Erscheinungsbild der Stadt beherrscht), was Jahr für Jahr eines der größten traditionellen bolivianischen Feste und einen der größten Kulturevents ganz Lateinamerikas in Szene setzt.

Man rechnet in der Regel mit der Teilnahme von etwa einer halben Million nationaler und ausländischer Touristen an diesem Festival, das 2001 von der UNESCO als Meisterwerk des Mündlichen und Immateriellen Erbes der Menschheit ausgezeichnet wurde

Notlage durch Regenfälle

Von der Andennation ist auch bekannt, dass die dortige Regierung sich mit eigenen Ressourcen den durch die starken Niederschläge praktisch überall im Land verursachten Schäden entgegenstellt, aber auch offen für ausländische Hilfe sei, um mit der Notlage fertig zu werden, wie Verteidigungsminister Javier Savaleta sagte.

Der Minister informierte in einem Interview mit Bolivia TV, dass im gesamten Territorium für 64 Provinzen Alarmstufe orange bestehe, während in weiteren 20 der Ausnahmezustand herrsche.

Quelle:

Granma Internacional

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