Mittwoch, 25. April 2018
Solidaritätsanzeige

Die zur politischen Partei geworden Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común (FARC) verurteilte am Montag die Festnahme einer ihrer Führer Jesús Santrich, wegen eines angeblichen in Verbindung mit Drogen stehenden Delikts, berichtet Telesur.

FARC neuIn Bogotá ist am Montag abend (Ortszeit) ein Führungsmitglied der aus der ehemaligen Guerillaorganisation FARC-EP hervorgegangenen Partei Revolutionäre Alternative Kraft des Volkes (FARC) verhaftet worden. Wie Kolumbiens Generalstaatsanwalt Néstor Humberto Martínez erklärte, erfolgte die Festnahme auf der Grundlage eines internationalen Haftbefehls aus den USA. Santrich solle wegen Beteiligung am Drogenhandel ausgeliefert werden, nachdem ein Bundesgericht ein entsprechendes Urteil gegen ihn gefällt habe.

Bei den Parlamentswahlen in Kolumbien am vergangenen Sonntag entfielen auf die Parteien der Zentrumskoalition von Präsident Juan Manuel Santos 38 Prozent, was den Rechtskonservativen auch künftig die Regierung sichert. Die in eine Partei umgewandelte ehemalige Guerillaorganisation FARC erhielt unter einem Prozent der Stimmen. Unabhängig vom Stimmenanteil stehen ihr aber laut Friedensvertrag fünf Sitze in Parlament und Senat zu.

„Nach einem schwerwiegenden Angriff auf den linken Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro und andere oppositionelle Kräfte in Kolumbien muss die geschäftsführende Bundesregierung endlich den Druck auf die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos erhöhen. Sollte der kolumbianische Staat angesichts der zunehmenden Gewalt gegen Teile der Opposition weiter untätig bleiben, müssen Konsequenzen gezogen werden“, erklärt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich einer Reise des Beauftragten des Auswärtigen Amtes zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien, Tom Koenigs, nach Bogotá.

In Kolumbien stehen am 11. März Parlamentswahlen und im Mai die Präsidentschaftswahl an. Es werden die ersten Wahlen nach dem Friedensschluss zwischen den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) und dem kolumbianischen Staat sein.
Entsprechend groß sind die Erwartungen, was das Wahlergebnis der inzwischen zur Partei „Revolutionäre Alternativkraft des gemeinen Volkes“ (im Kürzel ebenfalls FARC) gewandelten Aufstandsbewegung angeht. Mit noch mehr Spannung wird allerdings erwartet, wie die Reaktion der Oligarchie auf einen weiteren der vielen Versuche der kolumbianischen Linken sein wird, mit „legalen Mitteln“ an der politisch-parlamentarischen Macht zu partizipieren.

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FARC Wir dokumentieren nachstehend ein Kommuniqué des Nationalen Politischen Rates der FARC zur Einstellung des Wahlkampfs der Partei nach mehreren Angriffen auf ihre Mitglieder

Die aufeinanderfolgenden Angriffe gegen die Wahlkampagne der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes, FARC, in den Provinzen Quindío, Caquetá und Valle del Cauca, die bereits die ersten Verwundeten und Verletzten, darunter zwei Minderjährige, sowie Sachschäden an Fahrzeugen und einer Gewerkschaftszentrale verursachten, zeigen die Existenz eines koordinierten Plans zur Verhinderung der politischen Beteiligung einer nach dem Friedensabkommen gesetzlich zugelassenen Partei. Dieses Abkommen hat nach mehr als einem halben Jahrhundert einen bewaffneten Konflikt  beendet, der seinen Ursprung in genau dieser Intoleranz und politischen Ausgrenzung hat, vermischt mit parteiischer Gewalt.

FARCKommuniqué der FARC zum Mord an Kevin Jaramillo Andres Lugo

Die Koordinierung des territorialen Gebietes der Ausbildung und Wiedereingliederung der Alternativen revolutionären Kraft des Volkes - FARC, ETCR Juan Carlos Castañeda, zeigt der Öffentlichkeit an, dass am 6. Februar dieses Jahres um 11 Uhr, offenbar Guerilleros der Front Guillermo Ariza der Nationalen Befreiungsfront, ELN, KEVIN JARAMILLO ANDRES LUGO, getötet haben, der als Julián Morales als Mitglied der FARC bekannt war.

Der Vorfall ereignete sich in der Ortschaft Puerto Guamo in der Gemeinde von Montecristo im Departement Bolívar, wo das Opfer sich mit fünf anderen Gefährten aufhielt, um sich auf die Arbeit des handwerklichen Bergbaus als produktive Tätigkeit zu widmen.

Die „Revolutionäre Alternativkraft des gemeinen Volkes“, die ehemaligen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), hat in einem Meeting vor 2 000 Menschen Rodrigo Londoño, den früheren Kommandanten der Guerilla, als Kandidaten für die im Mai stattfindenden Präsidentschaftswahlen in Kolumbien vorgestellt. Angesichts einer dort üblichen Wahlenthaltung von über 60 Prozent sagte der FARC-Parteivorsitzende, dass es um die Gewinnung der traditionell Ausgegrenzten und Neuwähler geht.

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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ordnete am 10. Januar den Rückzug seiner Delegation von den Friedensverhandlungen mit der Guerrillaorganisation ELN an. Nach dem Auslaufen des bilateralen Waffenstillstands gab es einen Anschlag auf eine Öl-Pipeline im Departement Casanare, daraufhin kündigte Santos den sofortigen Abzug des Chefunterhändlers Gustavo Bell an. Die nun eigentlich anstehende fünfte Runde der Friedensverhandlungen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito wird somit bis auf Weiteres ausgesetzt.

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