„Neue Zahlen zu Opfern des bewaffneten und sozialen Konflikts in Kolumbien zeigen, dass die Aufarbeitung weitaus mehr Ressourcen und Druck benötigt. Die Bundesregierung muss daher auf Informationen des staatlichen Forensischen Instituts reagieren, nach denen 200.000 Opfer noch nicht identifiziert sind, darunter zahlreiche Opfer des Militärs“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

Die Außenpolitikerin weiter:

„Die Zahlen aus Kolumbien machen vor allem die Notwendigkeit deutlich, den Druck auf die kolumbianische Regierung von Deutschland und der EU weitaus entschiedener auszuüben, als das bisher der Fall ist. Die Identifizierung der Opfer muss auch von der Bundesregierung vorangetrieben werden.

Die Identifizierung der Opfer ist auch notwendig, weil die Verbrechen der kolumbianischen Armee, die für Kopfgeld mindestens 2.250 Zivilisten ermordet und als Guerilleros ausgegeben hat, einer Aufklärung harren. Die meisten dieser Morde sind erst vor wenigen Jahren unter der Präsidentschaft von Álvaro Uribe begangen worden, der nach wie vor großen politischen Einfluss hat. Ohne eine Aufarbeitung dieser Verbrechen, die von der Bundesregierung auch im Rahmen der Nato aktiv eingefordert werden muss, kann es in Kolumbien keinen Frieden geben.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

Real time web analytics, Heat map tracking
Statistics

Today: 17466

Yesterday: 19986

Since 01/06/2005: 67852602

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.