Montag, 11. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei KubasNach einer Kranzniederlegung vor dem Lenin-Mausoleum und dem Grab des unbekannten Soldaten in Moskau hat Kuba gestern die Bedeutung der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution hervorgehoben. »In der Welt, die wir wollen, und die es geben wird, müssen wir an diese Zeit der Revolution erinnern«, sagte José Ramón Balaguer, Mitglied des Sekretariats des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) und Leiter seiner Abteilung für Internationale Beziehungen.

Screenshot: TeleSurScreenshot: TeleSurNahezu einstimmig hat die Welt am heutigen Mittwoch erneut die Blockade der USA gegen Kuba verurteilt. 191 Länder stimmten in der UN-Vollversammlung für die von Havanna eingebrachte Resolution, nur zwei Regierungen stellten sich dagegen: die USA selbst und Israel. Im vergangenen Jahr – in den letzten Monaten der Amtszeit von Barack Obama – hatten die beiden Staaten sich erstmals der Stimme enthalten. Unter Donald Trump zog wieder der Kalte Krieg im Weißen Haus ein, die US-Administration stellte sich wieder gegen die ganze Welt – und Israel sekundierte erneut.

bloqueo cubaDie Vollversammlung der Vereinten Nationen wird am heutigen Mittwoch mit der Resolution 70/5 ein weiteres Mal die seit Januar 1962 anhaltende Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade Kubas durch die Vereinigten Staaten von Amerika verurteilen, die Kuba bereits Schäden von umgerechnet mehr als 130 Milliarden US-Dollar verursacht hat. Eine Blockade ist wegen ihres extraterritorialen Charakters ausdrücklich kein Embargo, sondern im Völkerrecht als Kriegsakt vermerkt. Die USA, die diesen Antrag auf Verurteilung im vergangenen Jahr zum ersten Mal nicht abgelehnt, sondern sich dabei enthalten hatten, werden vermutlich wieder in ihre traditionelle, weltweite Isolierung zurückkehren und gegen die Verurteilung ihres illegalen, kriminellen Akts stimmen.

bloqueo cubaFast 60 Jahre nach ihrer Inkraftsetzung verschärft sich die Politik der Blockade der Vereinigten Staaten gegen das kubanische Volk in einem Kontext der Spannungen, die die auf diplomatischem Gebiet von beiden Ländern erreichten Fortschritte beeinträchtigen.

Dies geht aus dem Bericht über die Resolution 7/15 der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit dem Titel „Notwendigkeit der Beendigung der wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Blockade der Vereinigten Staaten von Amerika über Kuba“ hervor, der kürzlich veröffentlicht wurde und der den Schaden verdeutlicht, den Kuba dadurch erlitten hat.

Che GuevaraVor 50 Jahren, am 9. Oktober 1967, wurde Ernesto Rafael Guevara de la Serna, in der Welt bekannt als Che Guevara, im bolivianischen Hochland auf Geheiß des damaligen bolivianischen Präsidenten René Barrientos durch Soldaten ermordet, nachdem er tags zuvor gefangen worden war. Mit der dem Kriegs- und dem Menschenrecht widersprechenden Ermordung eines wehrlosen Gefangenen wollten die bolivianische Regierung und hinter ihr die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika einen Mythos und zuviel Aufmerksamkeit für Che Guevara verhindern – und hat beide dadurch noch befördert.

fg brd kuba fahneFreundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Kuba wurde am vorletzten Wochenende vom verheerenden Wirbelsturm »Irma« heimgesucht. Als Reaktion darauf hat unter anderem die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. zu Solidaritätsspenden aufgerufen, auf ihren Konten sind seither schon mehr als 60.000 Euro eingegangen. Diese Summe reicht allerdings bei Weitem nicht aus, um die materiellen Schäden, die »Irma« hinterlassen hat, abzudecken. Weitere Spenden sind willkommen und dringend erforderlich.

Deutsche Kommunistische ParteiDer Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) hat einen Spendenaufruf zur Solidarität mit Kuba veröffentlicht:

Nachdem der Hurrikan »Irma« in der vergangenen Woche große Gebiete im Norden und Osten Kubas verwüstet hat, hat die DKP 5 000 Euro Soforthilfe nach Kuba überwiesen.

Ende vergangener Woche hatte der Sturm in Kuba Häuser zerstört, die Stromversorgung unterbrochen und nach Angaben des kubanischen Zivilschutzes zehn Menschen getötet. Die kubanischen Behörden hatten zuvor über eine Million Menschen in Sicherheit bringen lassen und die Nachbarländer im Kampf gegen den Hurrikan unterstützt.

fg brd kuba fahneWirbelsturm „Irma“, vermutlich der schlimmste Hurrikan seit Aufzeichnungen dieser Wetterphänomene, ist verheerend über die Kleinen Antillen und über Kuba gezogen, bevor er nun die USA heimsucht. Die Schäden sind allerorten immens. Noch erreichen uns aus mehreren Provinzen und Gemeinden Kubas keine oder nur spärliche Nachrichten. Das ganze Ausmaß ist noch nicht absehbar; noch ist auch unklar, ob und in welchem Umfang Menschen Schaden genommen haben.

cuba wappenWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des kubanischen Außenministeriums zu einem diplomatischen Zwischenfall im Zusammenhang mit der US-Botschaft in Havanna:

Am 17. Februar dieses Jahres teilten die US-Botschaft in Havanna und das State Department dem Außenministerium mit, dass angeblich Vorfälle aufgetreten seien, die einige Beamte der Botschaft und deren Familien betroffen hätten.

Kuba hat sich sehr ernsthaft um dieses Problem gekümmert und handelte schnell und professionell, um diese Situation zu klären, indem auf Anweisung höchster Ebene der kubanischen Regierung eine umfassende, prioritäre und dringende Untersuchung eingeleitet wurde, wozu der US-Botschaft die Notwendigkeit mitgeteilt wurde, Informationen auszutauschen, und die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden beider Länder vorgeschlagen wurde.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.