Montag, 15. Oktober 2018
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Kuba ist ein Modell für das, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Welt und für viele Länder sehen möchte, sagte Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, bei der Eröffnung des III. Internationalen Kongresses über öffentliche Gesundheit Kuba Salud 2018.

„Ich kann Kuba nur für sein vorbildliches Gesundheitswesen danken, das eines der besten der Welt ist“, sagte der hohe Beamte vor Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Präsident des Staats- und des Ministerrats, José Ramón Machado Ventura, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Carissa Etienne, Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation, sowie Ministern, stellvertretenden Ministern und Vertretern von mehr als 50 Ländern.

„Gesundheit ist ein Menschenrecht, von dem jeder profitieren sollte. Dennoch fehlt es mehr als der Hälfte der Welt an medizinischer Versorgung. Millionen von Menschen sind gezwungen, aufgrund der Kosten, die für ihre Gesundheitsversorgung verlangt werden, in Armut zu leben,“ sagte Tedros.

„Niemand sollte zwischen dem Kauf von Nahrung oder Medizin, zwischen Armut und Gesundheit wählen müssen.“

Carissa Etienne fügte hinzu, dass die Länder der Region zwar große Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht hätten, diese aber noch immer unzureichend sind.

„Mehr als ein Drittel der Einwohner dieser Region hat keinen Zugang zu umfassenden Gesundheitsdiensten. In den Jahren 2013 und 2014 gab es mehr als 1,2 Millionen Todesfälle, die hätten vermieden werden können, wenn die Gesundheitssysteme zugängliche und qualitativ hochwertige Dienstleistungen angeboten hätten ", sagte sie.

Die Länder der Region hätten die Hindernisse für den Zugang zur Gesundheit nicht überwinden können. Die Gründe seien unterschiedlicher Natur: geografische, institutionelle, finanzielle und soziale Ungleichheiten, einschließlich solcher des Geschlechts.

„Es ist völlig inakzeptabel, dass Kinder aus indigenen ethnischen Gruppen eine fast fünfmal höhere Säuglingssterblichkeit aufweisen als die der Allgemeinbevölkerung, weil sie keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, oder dass Frauen eine höhere Sterblichkeit haben, weil sie Leben geben wollen“, sagte sie.

„Wir können nicht zulassen, dass unsere Lieben, Freunde und Nachbarn unnötig leiden, weil die Kosten für Medikamente zu hoch sind oder weil sie in einer verletzlichen Umgebung leben, ohne sanitäre Einrichtungen, die ein größeres Risiko für die Entwicklung von Dengue, Zika oder andere Krankheiten bergen“, fügte sie hinzu.

Etienne sagte ebenso, dass es ungerecht sei, dass viele Frauen ihre berufliche Entwicklung aufschieben, weil sie ihre Lieben wie Großeltern, Großmütter oder Kinder pflegen

„Es ist wichtig zu erkennen, dass die Errungenschaften in der Region bedeutsam, aber fragil sind, und wir müssen dafür kämpfen, sie zu erhalten. All unser Gesundheitspersonal muss eine integrierte Versorgung mit Qualität und Schnelligkeit bereitstellen, um auf die Bedürfnisse der Bevölkerung in allen Teilen der Welt zu reagieren, ohne jemanden zurückzulassen“, betonte sie.

„Niemand von uns ist davon befreit, krank zu werden, aber niemand sollte vom Recht auf Gesundheit ausgeschlossen sein. Das muss das Zentrum unserer Sorge sein“, hob Tedros hervor. Diese Situation müsse sich ändern, betonte er.

„Dies ist ein ehrgeiziges Bestreben, aber wenn wir nicht groß denken, werden wir weiterhin Menschen zurücklassen. Länder wie Kuba erinnern uns daran, dass dies kein Traum für die Zukunft ist, sondern eine Realität. Und sie haben es nicht erreicht, weil Kuba reich wäre, sondern weil sie es sich als Verpflichtung vorgenommen haben“, sagte er.

Er betonte, dass Kuba ein Beispiel für viele Länder der Welt sei, da es auch internationale Zusammenarbeit biete und viele Ärzte in der Lateinamerikanischen Medizinschule ausbilde, die den Aufstieg und die Absicherung der Gesundheitsversorgung in Amerika und anderen Regionen ermöglichen.

Für Tedros muss die universelle Gesundheitsversorgung nicht nur für die entwickelten Länder gelten, und Kuba sei ein Beispiel dafür. Es sei ein Weg, um Ungleichheit und Armut zu verringern und die Bevölkerung vor Seuchenausbrüchen zu schützen, für die wir noch immer anfällig seien.

„Universelle Gesundheitsversorgung muss ein Recht für alle sein. Sie bringt Würde und Engagement für die Zukunft. Zusammen können wir dies Wirklichkeit werden lassen. Gesundheit für alle ist möglich“, schloss er.

Bei der Eröffnung der Veranstaltung gratulierten die Vertreter der WHO und der PAHO Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez zu seiner kürzlich erfolgten Wahl am 19. April.

Mit der Grundsatzrede „Universelle Gesundheitsversorgung für nachhaltige Entwicklung in Kuba“ eröffnete Dr. Roberto Morales Ojeda, Vizepräsident des Staatsrates und Minister für Gesundheitswesen, den Kongress.

Der Minister betonte, dass es in einer Welt, die aufgrund der Bedrohungen des Weltfriedens, der Kriege, der Nahrungs- und Wasserknappheit, der Erschöpfung der Energiequellen und des Klimawandels unsicher ist, die Verantwortung der Gesundheitssysteme darin bestehe, nicht nur zu heilen, sondern zu warnen, die Notwendigkeit zu bekräftigen, unsere Art zu schützen und dazu beizutragen, dass die Menschen gesund und mit Würde leben und dass all dies ein Menschenrecht sei.

Morales Ojeda unternahm einen ausführlichen Rundgang durch die Geschichte des kubanischen öffentlichen Gesundheitswesens, wo der revolutionäre Sieg ein Vorher und Nachher für das Wohlergehen der Bevölkerung bedeutete.

In diesem Zusammenhang sagte er, dass das kubanische Gesundheitswesen ständig perfektioniert werde, um die notwendigen Umgestaltungen vorzunehmen, die in jeder Gesundheitssituation vonnöten seien.

Dies bedeute, dass die medizinische Grundversorgung das wichtigste Glied der kubanischen Gesundheitsstrategie darstelle, die zusammen mit der Einbeziehung der beiden höheren Versorgungsebenen es dem Land ermöglicht habe, ähnliche Indikatoren wie in den entwickelten Ländern vorzuweisen.

Dies gehe in erster Hinsicht davon aus, dass Gesundheit ein in der Verfassung der Republik verbrieftes Recht sei, sowie von dem politischen Willen des Staates, dies beizubehalten.

Er wies darauf hin, dass das Budget für diesen Sektor und die Sozialhilfe 27 Prozent des gesamten Staatshaushalts und 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmache.

Kuba verfüge gegenwärtig über einen Arzt für 122 Einwohner, einen Zahnarzt für 602 und einen Krankenpfleger für 128 und erreiche damit höhere Zahlen als die von entwickelten Ländern.

In den 55 Jahren der internationalen medizinischen Zusammenarbeit hätten 407.000 Fachleute und Techniker daran teilgenommen, darunter 183.333 Ärzte in 164 Ländern, was einmal mehr die humanistische Berufung der Revolution zum Ausdruck bringe.

Quelle:

Granma Internacional


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