18 | 09 | 2019

Treffen von Fidel Castro mit Evo Morales, Rafael Corea und Daniel Ortega in Havanna, 29. Januar 2014. Foto: Alex CastroIn der kubanischen Hauptstadt ist in den vergangenen Tage eine Manifestation historischen Ausmaßes zu bestaunen gewesen. Als Vorsitzender der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft CELAC hatte Kuba erstmals seit der Revolution vor mehr als 50 Jahren Repräsentanten aller Staaten der Region zu Gast – nur die USA und Kanada gehörten nicht dazu. Die CELAC verbindet die Staaten der Karibik und Lateinamerikas und realisiert damit eine Vision von antikolonialen Freiheitskämpfern wie Simón Bolívar und José Martí. »Die Durchführung dieses Gipfeltreffens in Havanna unterstreicht die Wichtigkeit von Kuba inner­halb des Integrationsprozesses von Lateinamerika und Karibik«, erklärte dazu die Präsidentin Brasi­liens, Dilma Rousseff. »Nur mit Kuba wird unsere Region komplettiert.« Die 2011 in Caracas offiziell gegründete CELAC ist seit 200 Jahren die erste Organisation, welche die souveränen Nationen der Region ohne Einmischung der USA oder anderer auswärtiger Mächte.

 

Die auf Initiativen des im vergangenen Jahr verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez - dem in Havanna mit einer Schweigeminute gedacht wurde - zurückgehende Staatengemeinschaft hat 600 Millionen Einwohner und stellt eine progressive Alterna­tive zu wirtschaftsorientierten Abkommen á la Freihandelsabkommen mit den USA sowie eine Alternative zur »Organisation Amerikanischer Staaten« (OAS) dar, die völlig von den USA domi­niert und z.B. gegen Kuba instrumentalisiert wurde. Demgegenüber soll die CELAC nachhaltige Entwicklung, soziale und ökologische Investitionen vorantreiben und eine Zone des Friedens schaffen – Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten sollen durch Dialog und Diplomatie geklärt werden.

An dem Gipfeltreffen nahmen hochrangige Delegationen aus den 33 Mitgliedsstaaten teil, darunter zahlreiche Staatsoberhäupter und Minister. Außerdem waren die Vereinten Nationen mit ihrem Generalsekretär Ban Ki Moon und die OAS mit deren Chef José Miguel Insulza zu Gast.

In Deutschland gratulierte der Vorstand des Netzwerks Cuba - informationsbüro - e.V. der CELAC zu den bishe­rigen Erfolgen und wünschte der Staatengemeinschaft »weiterhin das Selbstbewusstsein und die Stärke für eine eigenständige, nichtkapitalistische Entwicklung, wie sie insbesondere die ALBA-Staaten in der Region praktizieren«. Zugleich verurteilte das Bündnis der Kuba-Solidaritätsbewegungen in der Bundesrepublik »die destruktiven, feind­lichen Interventionen durch die USA und ihre Handlanger wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung«.

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