Freitag, 16. November 2018
Solidaritätsanzeige

Der bolivianische Präsident wies am vergangenen Samstag, als er in der Plenarsitzung des VIII. Amerikagipfels in Lima, Peru, das Wort ergriff, darauf hin, dass das kapitalistische System die Hauptursache für die Korruption in der Welt sei.

„Es ist unsere Pflicht, grundlegende Themen für das Leben unserer Völker zu diskutieren und der Kampf gegen die Korruption ist eines dieser Themen”, sagte Morales. „Es wäre aber oberflächlich und ein Missbrauch öffentlicher Gelder zu sagen, wir müssten diesbezüglich unsere Bemühungen besser koordinieren, ohne über die Ursachen zu reden.“

„Der Kapitalismus ist der schlimmste Feind der Menschheit und des Planeten”, sagte der bolivianische Amtsinhaber nach seiner Erklärung, dass dessen Krise nicht „kurzfristig, sondern dem Model von Produktion und Konsum eigen“ sei.

„Solange wir uns nicht zu konkreten Aktionen verpflichten, um Steuerparadiese zu beseitigen und Steuerkontrollen in transnationalen Unternehmen einzusetzen, wo Korruption und die Verletzung der Menschenrechte gefördert und begünstigt werden, solange wir nicht das internationale Finanzsystem, das sich in den Händen einer kleinen Gruppe von Individuen befindet, umwandeln, solange wir nicht das Bankgeheimnis außer Kraft setzen und den Internationalen Währungsfonds demokratisieren, werden wir nichts erreichen“, sagte Evo. „Das Problem der Korruption ist der Kapitalismus.“

An anderer Stelle kritisierte der Präsident, dass man bestrebt sei, die politischen Projekte des Wandels zu kriminalisieren. In diesem Sinne bekundete er seine Unterstützung für den Expräsidenten Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva.

Morales sprach aus, die hauptsächliche Bedrohung für den Frieden, die Mutter Erde und den Multilateralismus seien die Vereinigten Staaten. „Ich habe keine Angst, ihnen das ins Gesicht zu sagen“, fügte er hinzu.

„Washington gibt Milliarden von Dollar für Massenvernichtungswaffen aus”, sagte er und erwähnte das Beispiel Boliviens, das sich von der DEA und dem Internationalen Währungsfonds befreit habe. Von da an habe es angefangen, seine eigenen Probleme zu lösen.

„Lateinamerika ist niemandes Hinterhof “, schloss Evo, nachdem er die Sanktionen gegen Venezuela abgelehnt hatte. Er beklagte, dass der Präsident Nicolás Maduro nicht im Saal sei.

In gleicher Weise forderte er das Ende der Blockade gegen Kuba und die Rückgabe des illegal durch die USA besetzten Territoriums von Guantánamo.

„Es sind nicht die Zeiten der Mauern sondern der Brücken der Verständigung, nicht die Zeiten der Invasion sondern der Integration“, resümierte das bolivianische Staatsoberhaupt.

Quelle:

Granma Internacional


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