Freitag, 23. Juni 2017
Solidaritätsanzeige

Dieses Kinderkrankenhaus in El Valle wurde angegriffen. Foto: venezocialismo-obras.blogspot.deDieses Kinderkrankenhaus in El Valle wurde angegriffen. Foto: venezocialismo-obras.blogspot.deBei Plünderungen und Straßenschlachten sind in El Valle, einem Stadtviertel der venezolanischen Hauptstadt Caracas, elf Menschen getötet worden. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag, nachdem es am Donnerstag und Freitag über Stunden zu Auseinandersetzungen zwischen Gewalttätern und Sicherheitskräften gekommen war.

Acht Männer starben durch Stromschläge, als sie eine Bäckerei plündern wollen. Nach Informationen des Internetportals Contrapunto sollen sie versucht haben, einen Kühlschrank aus seiner Verankerung zu reißen. Dabei sei es zu einem Kurzschluss gekommen, weil der Boden nass gewesen sei. Andere Anwohner sagten aus, die Täter hätten versucht, einen Stromverteilerkasten zu manipulieren, um die Straßenbeleuchtung auszuschalten und hätten dabei die tödlichen Stromschläge erlitten.

Drei weitere Personen wurden durch Schüsse getötet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Wer die Schüsse abgegeben hatte, war zunächst nicht klar. Es wurden Sonderermittler eingesetzt, um die Ereignisse aufzuklären.

Ab Donnerstagabend waren in El Valle die Zusammenstöße zwischen Gewalttätern und Sicherheitskräften eskaliert, Barrikaden brannten und Steine flogen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Randalierer ein. Eine Gruppe Bewaffneter attackierte am Donnerstagabend ein Kinderkrankenhaus und setzte es teilweise in Brand. Ein Hagel aus Steinen sei auf das Gebäude niedergegangen, in dem sich 54 Kinder befunden hätten, teilten die Behörden mit. Die kleinen Patienten wurden sofort evakuiert und in Sicherheit gebracht.

In den deutschen Mainstream-Medien wird der Eindruck erweckt, die elf Toten in El Valle seien bei Demonstrationen der Opposition erschossen werden, die ARD etwa zählt die bei den Plünderungen ums Leben gekommenen zu den Opfern der Proteste in den vergangenen Tagen, die somit auf 20 gestiegen seien. Unterschlagen wird auch, dass der Großteil der Opfer auf das Konto der rechten Opposition geht.

Quellen: Últimas Noticias, Contrapunto, Ministerio Público / RedGlobe

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