Dienstag, 25. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Die Abteilung Telekommunikation des Instituts für Informationstechnologie und Kommunikation, einer Regierungsbehörde, alle Nachrichten über das Köpfen von Soldaten auf der Bosporus-Brücke in Istanbul zensiert. Auch das Portal Sendika.Org hatte die Nachricht veröffentlicht, dazu Bilder eines islamistischen Anhängers der regierenden AKP, der unter “Allah ist groß”-Rufen einen Soldaten tötete.

Der Vorfall ereignete sich nach dem misslungenen Putschversuch von Teilen der türkischen Armee am 16. Juli 2016. Die Soldaten hatten keine Informationen, ihnen was lediglich gesagt worden, es würde ich um eine Übung handeln. Sie hattenh Befehl, am Ende der Brücke mit ihren Panzern Posten zu beziehen. Die kommandierenden Offiziere waren diejenigen, die tatsächlich am Putsch beteilgt waren.

Als der durchaus eigenartige Putschversuch in sich zusammenfiel,  ergaben sich die Soldaten mit erhobenen Händen. Einige von ihnen hatten ohnehin keine Munition  in ihren Waffen.

Islamistische Paramilitärs, anwesend als AKP-Unterstützer, viele von ihnen mit Trainings- und Kriegserfahrung aus Syrien, umringten die Soldaten. Während die Polizei wegschaute, oder sich teilweise sogar beteiligte, schlugen die Islamisten erbarmungslos auf die Soldaten ein. Dieser Mob hatte den Ruf des türkischen Dikators Erdogan befolgt, auf die Straße zu eilen und “die Demokratie zu verteidigen”. Auf der Brücke wurde öffentlich gelyncht. Die Soldaten wurden brutal zusammengeschlagen. Anschließend wurde mindestens einem Soldaten der Kopf abgeschnitten. Ein Video zeigt außerdem, das andere über das Brückengeländer zum Bosporus geworfen wurden.

Der Vorfall wurde zuerst vom  unabhängigen Nachrichtenmagazin T24 veröffentlicht. Die Nachricht vom der Enthauptung eines Soldaten hat der Regierung nicht recht gepasst. Sie waren es, die den terroristischen Mob aus kriminellen Islamisten mobilisiert hatten.

Die regierungsnahe Zeitung Yeni Akit hatte am nächsten Tag getitelt: “Lynchversuch gegen die verräterischen Putschisten”

Gestern wurden alle  Nachrichtenseiten in der Türkei aufgefordert, die Berichterstattung über die Vorfälle unverzülgich einzustellen. Nachrichten über die Beteiligung von AKP-Anhängern und türkischen Polizisten am Lynchen, Enthaupten, über die Brücke Werfen sollten keinesfalls weiter verbreitet werden.

Quelle: Sendika.org / RedGlobe

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