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Der Präsident Venezuelas Nicolás Maduro bestätigte am Dienstag laut Telesur, dass hohe Beamte der Bolivarischen Regierung mit seiner Genehmigung seit Monaten Kontakt mit Vertretern der US-Regierung hätten.

„Wenn Präsident Donald Trump eines Tages mit uns sprechen möchte, sind wir immer zu einem Dialog über Lösungen bereit. Aber, wenn sie uns angreifen, antworten wir“, sagte der venezolanische Präsident, der noch einmal bekräftigte, dass man die maritime Souveränität Venezuelas angesichts den Drohungen mit einer Seeblockade verteidigen werde.

Einführungsrede des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, bei den Verhandlungen mit der Exekutiven Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodriguez, am 21. August 2019 in Moskau

Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin,
Liebe Delcy,

wir freuen uns sehr, Sie und Ihre Delegation in Moskau zu begrüßen und die Möglichkeit zu haben, ein Treffen im Außenministerium abzuhalten.

Wir haben sehr enge Kontakte. In diesem Jahr trafen wir uns mit meinem Kollegen Jorge Arreaza, hier weilten der Verteidigungsminister Venezuelas Vladimir Padrino sowie Ihr Kollege, Vizepräsident für Wirtschaftsfragen, Tareck El Aissami.

NoTrumpAuch in der Bundesrepublik werden Unterschriften gegen die Einmischung der USA in Venezuela gesammelt. Der Text ist ein Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, in dem darum gebeten wird, das südamerikanische Land vor der Aggression der USA zu schützen. Wie die venezolanische Botschaft mitteilt, liegen Unterschriftenlisten an folgenden Punkten aus:

Um die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Venezuela zu festigen, traf am Montag die Vizepräsidentin der Bolivarischen Republik Venezuela, Delcy Rodríguez, in Moskau ein. Begleitet wurde sie vom Minister für Wirtschaft und Finanzen, Simón Zerpa, dem stellvertretenden Minister für Europa des Außenministeriums (Mppre), Yvan Gil, und der Vizepräsidentin der Zentralbank von Venezuela (BCV), Sohail Hernández.

Der Aufenthalt von Delcy Rodríguez in Russland wird zur Verstärkung der von beiden Ländern unterzeichneten Vereinbarungen beitragen, von wissenschaftlich-technologischen Abkommen bis hin zu Investitionen in die Ölindustrie.

US-Präsident Donald Trump hat die Seeblockade als eine Option gegen die Bolivarische Republik Venezuela ins Auge gefasst und laut dem US-Portal Axios, das von Misión Verdad zitiert wurde, würde es sich dabei um eine direkte Blockade der venezolanischen Küsten handeln „um zu verhindern, dass Waren in das Land kommen und es verlassen“.

Die Analysten von Misión Verdad wiesen darauf hin, dass „eine Seeblockade an den venezolanischen Küsten den aktuellen Konflikt zur Explosion bringen würde und ihm einen gewalttätigen, kriegerischen, rein militärischen Ausdruck verleihen würde. Ein konventioneller Kriegszustand mit nicht konventionellen Taktiken, wobei man möglicherweise nicht auf die Ressourcen des Pentagons zurückgreifen würde, sondern mit der Unterstützung von angeheuerten Paramilitärs agiere und „ dabei den Status von Kolumbien als Haupteinsatzort auszunutzen, könnte eine Option sein, die in den Vereinigten Staaten in den letzten Monaten in Betracht gezogen wurde.

Die Initiative zum Sammeln von Unterschriften gegen die Blockade, die Venezuela von den USA auferlegt wurde, setzte sich gestern, einen Tag nach dem erfolgreichen weltweiten Kampftag gegen die feindselige Politik des Präsidenten Donald Trump gegen Caracas, in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes fort.

Großdemo in Caracas. Screenshot: VTVGroßdemo in Caracas. Screenshot: VTVIn Caracas und zahlreichen anderen Städten Venezuelas sowie überall auf der Welt haben am Sonnabend Zehntausende Menschen gegen die Blockade des südamerikanischen Landes durch die USA demonstriert. Der Protest richtete sich gegen die am vergangenen Montag von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Verschärfung der gegen Venezuela gerichteten Sanktionen, Ziel sei eine »vollständige Blockade«, wie Repräsentanten in Washington unterstrichen. Als Reaktion darauf hatte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro für Sonnabend zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen. Zudem sollen im ganzen Land mindestens 13 Millionen Unterschriften unter einen Appell gesammelt werden, der im September der UN-Vollversammlung übergeben werden soll.

„Die jüngste Verschärfung der US-Sanktionen gegenüber der venezolanischen Bevölkerung kommt einer Totalblockade gleich. Die Bundesregierung muss diese zerstörerische Sanktionspolitik endlich verurteilen. Sowohl die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet als auch Teile der venezolanischen Opposition kritisieren, dass die Verschärfung der unilateral verhängten Maßnahmen durch die US-Regierung direkte Auswirkungen auf die humanitäre Lage in Venezuela hat“, erklärt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

190807pcv antiimperialistaDie Abteilung für internationale Politik der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) verurteilt kategorisch die Verhängung neuer Wirtschaftssanktionen gegen den venezolanischen Staat durch die Regierung der Vereinigten Staaten.

»Angesichts des immer offensichtlicheren Scheiterns des Experiments Guaidó und des vom Weißen Haus gegen die Bolivarische Regierung gerichteten Staatsstreichs hat Präsident Trump entschieden, die Finanz- und Handelsblockade sowie die imperialistische Kriegsrhetorik gegen unser Land zu verschärfen«, erklärt Carolus Wimmer, Sekretär für internationale Beziehungen der PCV. »Diese Maßnahmen verfolgen außerdem das Ziel, die Ausplünderung des Eigentums des venezolanischen Volks im Ausland zu legalisieren, wie es der Fall mit den Aktiva von Petróleos de Venezuela (PDVSA) und der Zentralbank Venezuelas (BCV) ist. Sie nutzen die letzten Augenblicke der falschen Übergangsregierung.«

Die gefährlichen Folgen des präsidialen Erlasses der Regierung von Donald Trump gegen Venezuela ließen nicht auf sich warten. Gestern wurde im Panama Kanal ein Schiff einbehalten, das 25.000 Tonnen Soja zur Herstellung von Nahrungsmitteln geladen hat, um sie nach Venezuela zu bringen.

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez prangerte diese verbrecherische Tat an und erklärte, dass der Besitzer des Schiffes von der Versicherungsgesellschaft informiert worden sei, dass es ihm „um die illegalen Sanktionen einzuhalten“ verboten sei, die Ladung nach Venezuela zu bringen,

alba suizaWir dürfen diese Enteignung und diesen Raub nicht erlauben!

Alba Suiza verurteilt die Aggressionen, Sanktionen und Drohungen im Rahmen der vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, verhängten Blockade und lehnt diese ab. Wir prangern den neuen Angriff der Regierung der USA an, mit dem die Besitztümer und Eigentumsrechte der venezolanischen Regierung in den USA eingefroren und Transaktionen mit dem südamerikanischen Land verboten werden.

Mit diesen einseitigen Zwangsmassnahmen versucht die Regierung der USA, die Weltöffentlichkeit vom Raubzug abzulenken, der gegen die Bolivarische Republik Venezuela im Gang ist.

Gobierno Bolivariano VenezuelaDie Delegation der venezolanischen Regierung wird nicht an den für den heutigen Donnerstag und den morgigen Freitag vorgesehenen Gesprächen mit Vertretern der Opposition teilnehmen. Wie Informationsminister Jorge Rodríguez mitteilte, habe Präsident Nicolás Maduro entschieden, seine Vertreter nicht zu dem von der Regierung Norwegens vermittelten Dialog zu senden.

„Die Regierung Trump scheint entschlossen zu sein, die Bevölkerung Venezuelas auszuhungern, um sie zur Rebellion gegen Maduro zu zwingen. Diese Politik ist verbrecherisch, sie wird jedoch nicht funktionieren. Sie wird aber das Leid der Menschen in Venezuela ins Unermessliche steigern und zahllose Tote zu verantworten haben“, erklärt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Ausrufung einer US-Wirtschaftsblockade gegen Venezuela.

Gobierno Bolivariano VenezuelaUS-Präsident Donald Trump hat am Montagabend (Ortszeit) ein Dekret unterzeichnet, durch das der Wirtschaftskrieg gegen Venezuela weiter verschärft wird. Trump ordnete an, jedes Vermögen der venezolanischen Regierung und der von ihr abhängigen nachgeordneter Einrichtungen in den USA einzufrieren. Zudem droht auch US-Amerikanern die Beschlagnahmung ihres Eigentums, wenn sie dieses von der venezolanischen Regierung oder deren Vertretern erworben haben.

Wir dokumentieren nachstehend die offizielle Erklärung der Regierung Venezuelas zu dieser neuen Aggression.

Friedrich EngelsAus Anlass des 124. Todestages von Friedrich Engels würdigte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am Montag den Mitstreiter von Karl Marx. Über Twitter schrieb Maduro: »Die revolutionären Völker der Welt erinnern an den 124. Jahrestag des Todes von Friedrich Engels. Wir ehren das Erbe dieses großen deutschen Philosophen, die mit seinen wissenschaftlichen Kenntnissen zum Kampf der Arbeiterklasse gegen das Unterdrückersystem beigetragen hat.«

russland aussen340Russland wird nicht an der in der kommenden Woche in Lima geplanten Venezuela-Konferenz teilnehmen. Das teilte das Außenministerium in Moskau am Mittwoch mit. Man habe die von der peruanischen Regierung ausgesprochene Einladung zur Konferenz »zur Unterstützung der Demokratie« in Venezuela am 6. August in Lima detailliert geprüft, habe aber »ernsthafte Zweifel« an den geplanten Inhalten der Beratungen.

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