16 | 11 | 2019

Internationale Föderation der WiderstandskämpferInternationale Föderation der WiderstandskämpferBis zum Beginn der Parlamentsferien war im Foyer des Europäischen Parlaments eine eindrucksvolle Ausstellung zu sehen, die gemeinsame Ausstellung des Institut des Vétérans und der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten zum Thema „Europäischer Widerstandskampf gegen den Nazismus“. Auf Einladung des Vize-Präsidenten des Europaparlaments Miguel Angel Martinez wurde in Anwesenheit von zahlreichen Abgeordneten des Europaparlaments, von Mitarbeitenden aber auch Gästen der internationalen antifaschistischen Organisationen die 50 Tafeln umfassende Ausstellung im Foyer des Parlamentsgebäudes am 8. Juli 2013 eröffnet.

 

Nach einer Einführungstafel mit den Grußworten des Institut des Vétérans und der FIR und einer Einführung, was unter dem Begriff Widerstand zu verstehen ist, folgen Tafeln für alle europäischen Länder der damaligen Zeit, die im Kampf gegen den Nazismus eingebunden waren: Italien, Spanien, Portugal, Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei, Polen, Norwegen, Dänemark, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion, Ungarn, Albanien, Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien.

Die Ausstellung lebt durch eindrucksvolle Bilder und reproduzierte Dokumente, die die knappen erläuternden Texte unterstreichen. Bei der Auswahl der Illustrationen, die oftmals von den nationalen Verbänden der Widerstandskämpfer und Antifaschisten zur Verfügung gestellt worden sind, wurden besonders solche Bilder gewählt, die Männer und Frauen, nationale Besonderheiten des Kampfes und allgemeine Tendenzen zum Ausdruck bringen konnten. So findet man Fotos des Slowakischen Nationalaufstands, des Kopenhagener Generalstreiks, der jugoslawischen Partisanenarmeen oder das Flugblatt der KPD von 1938 „Wider die Judenpogrome“, eines der wenigen Beispiele des öffentlichen Protests gegen diese antisemitischen Übergriffe in Deutschland. Die Ausstellung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie zeigt aber, dass der Widerstandskampf in allen europäischen Ländern in unterschiedlicher Form und unter Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten stattgefunden hat. Alle Texte sind dreisprachig (englisch, französisch, niederländisch).

Bei der Eröffnung wurde die Bedeutung einer konsequenten Aufarbeitung der Geschichte mit einer klaren Botschaft der politischen Erinnerung für heute unterstrichen. So dankte der Vertreter des Parlaments den Initiatoren für dieses eindrucksvolle Beispiel der Bewahrung der Erinnerung. Er würdigte den Heroismus der damaligen Widerstandskämpfer aus den verschiedenen Ländern. Zwar schlug er in seinen Begrüßungsworten auch den Bogen zur Notwendigkeit der Wachsamkeit gegenüber – wie er es nannte – „totalitären“ Gefahren heute, vermied es aber, die reale Rechtsentwicklung in verschiedenen europäischen Ländern selber mit deutlichen Worten zu thematisieren.  
Michel Jaupart, der Leiter des Institut des Vétérans, unterstrich in seinen Worten das inhaltliche Anliegen der Ausstellung, mit den hier gezeigten Bildern und Dokumenten die historischen Erfahrungen an die zukünftigen Generationen weitergeben zu können. Er bedankte sich dabei auch für die Zusammenarbeit mit den verschiedenen historischen Instituten und den Mitgliedsverbänden der FIR, die mit Bildern und inhaltlichen Beiträgen für das Zustandekommen der Ausstellung gesorgt hatten. Diese Gemeinsamkeit sei es gewesen, die ein solch beeindruckendes Ergebnis hervorgebracht habe.

Der Generalsekretär der FIR unterstrich in seinem Beitrag, dass die Gemeinsamkeit des antifaschistischen Kampfes der Anti-Hitler-Koalition die Basis für die Entstehung der Idee eines neuen friedlichen Europas nach der Befreiung von Faschismus und Krieg gewesen sei. Daraus leitete er die aktuelle Verpflichtung für die politisch Verantwortlichen und alle antifaschistischen Kräfte ab, wachsam und streitbar zu sein gegen extrem rechte und rechtspopulistische Tendenzen in den verschiedenen europäischen Ländern. Aus der Erinnerung an den Widerstand damals leite sich die Verantwortung für ein antifaschistisches Engagement heute ab.  

Die Ausstellung wird in den kommenden Monaten zuerst in Belgien gezeigt werden. Die FIR plant die Übersetzung in weitere Sprachen und die Herstellung eigener Kopien, sodass die Ausstellung zukünftig in verschiedenen europäischen Ländern zu sehen sein wird.  

 

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige
Evo Morales renuncia a presidencia de Bolívia
Evo Morales convoca a nuevas elecciones - 10/...
Dos medios estatales de Bolivia denuncian int...
Evo Morales convoca a partidos a dialogar par...
Lula é solto em Curitiba e faz pronunciamento...
Protestas en Chile: Plaza Italia la tarde del...

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.