Venezuela gelingt Schlag gegen ParamilitärsAm Wochenende ist den venezolanischen Behörden offenbar ein Schlag gegen paramilitärische Banden gelungen, die sich in den Armenvierteln um Caracas eingenistet hatten, um das Land zu destabilisieren und den revolutionären Prozess aufzuhalten. "Allein gestern haben wir hier in der Umgebung von Caracas eine Gruppe von Ausländern, Paramilitärs, mit versteckten Waffen, versteckten Gewehren, festnehmen können", berichtete Venezuelas Präsident Hugo Chávez in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Aló, Presidente".

Der größte Teil der in der Hauptstadt verübten Entführungen und Morde sei auf diese ausländischen bewaffneten Gruppen zurückführen, die aus Kolumbien nach Venezuela eingesickert seien. Die paramilitärischen Gruppen verteilten sich in den Armenvierteln von Caracas, was zu einer Zunahme der Verbrechen in diesen Gebieten führe. "Sie sähen den Paramilitarismus in den Barrios und Gemeinden aus, damit die Konterrevolution uns zum Rückzug zwingen kann", erklärte Chávez. "Ich rufe das Volk auf, weiter voran zu schreiten. Ich weiß, dass das Volk keine Angst hat. Es wird ihnen weder gelingen, uns zu erpressen, noch uns einzuschüchtern, denn hier geht es um den Aufbau des Heimatlandes unserer Kinder", unterstrich der Präsident.

Venezuela verzeichnet seit Monaten eine Zunahme der Verbrechensrate, vor allem von Entführungen und Morden. Im vergangenen November kündigte Chávez an, dem Kampf gegen diese Übel besonderes Augenmerk zu widmen, denn das Verbrechen sei zur "fünften Kolonne der Konterrevolution" geworden.