In Skhirat, einem mondänen Badeort in Marokko mit Luxushotels, einem Fischerhafen und einem Kongresszentrum, wurde vor fünf Jahren ein Abkommen zwischen den verfeindeten Parteien Libyens geschlossen Es war die Voraussetzung, die „Einheitsregierung“ von Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch zu bilden, blieb aber letztlich wirkungslos. Jetzt soll das Abkommen von Skhirat nach Verhandlungen im marokkanischen Bouznika wiederbelebt werden. As-Sarradsch plant seinen Rücktritt und auch die Regierung im Osten des Landes bot ihren Rücktritt an. Und vor allem: Das Öl soll wieder fließen. General Haftar wird seine Blockade der Öleinrichtungen aufheben, zunächst für einen Monat.

Wie katastrophal die Lage für Zivilisten in Libyen ist, machten die...

Der vierte Staatsstreich in der nachkolonialen Geschichte Malis hat die Nachbarländer und die europäischen Staaten, die in Mali militärisch intervenieren, auf dem falschen Fuß erwischt. Sie sorgen sich um die Auswirkungen auf die Region von Mali bis zum Tschad.

Als Reaktion setzten die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (Ecowas) und die Afrikanische Union (AU) Malis...

Wird das Friedensabkommen zwischen Khartum und den bewaffneten sudanesischen Rebellengruppen vom 31. August eingehalten werden? Skeptisch stimmt, dass es 2006 und 2011 bereits zwei im Wesentlichen von denselben Akteuren unterzeichnete Abkommen gab, die aber wirkungslos blieben. In den Konflikten in großen Teilen des Sudan sind nach UN-Angaben seit 2003 etwa 300.000 Menschen getötet...

In Mali haben sich Offiziere und Soldaten der malischen Armee gegen das herrschende Regime erhoben. Der Präsident wurde zum Rücktritt genötigt und verhaftet – ein Präsident, der zweimal als Sieger von Wahlen hervorgegangen war, die selbst in bürgerlichen Medien als »von Manipulationsvorwürfen begleitet« bezeichnet wurden. Große Teile der Bevölkerung gingen auf die Straßen und begrüßten die...

Broschüre zur Weinproduktion in SüdafrikaDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung haben heute in Berlin gemeinsam die Studie „Günstiger Wein, bitterer Nachgeschmack“ veröffentlicht. Darin werden erstmals die direkten Lieferverbindungen von südafrikanischen Weinfarmen nach Deutschland untersucht. Die Studie weist nach, dass dabei schwere Verletzungen elementarer Rechte der Beschäftigten auf der...

junge Welt, 20. August 2020Nach dem Putsch in Mali haben die aufständischen Soldaten am Mittwoch die Bildung einer Übergangsregierung verkündet, die in einem »angemessenen Zeitrahmen« Wahlen in dem westafrikanischen Krisenstaat organisieren soll. Zuvor waren am Dienstag nachmittag Präsident Ibrahim Boubacar Keïta (IBK) und sein Regierungschef Boubou Cissé von den Meuterern verhaftet und in ein Lager in der rund 15...

„Die Bundeswehr ist in Mali im Rahmen zweier internationaler Militärmissionen (MINUSMA, EUTM Mali) mit insgesamt bis zu 1.550 (Obergrenze) Soldatinnen und Soldaten präsent. Für die derzeit anwesenden Soldatinnen und Soldaten hat sich die Sicherheitslage mit dem jüngsten Militärputsch verändert“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, anlässlich der...

„DIE LINKE fordert den Abzug der Bundeswehr aus Mali. Deutsche Soldaten dürfen nicht zu Helfershelfern eines Militärregimes werden", erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, nach dem Militärputsch in Bamako.

Dagdelen weiter:

„Der Staatsstreich in Bamako unterstreicht einmal mehr: Der Bundeswehreinsatz im Rahmen der militärischen EU-Ausbildungsmission...

Dass die namibische Regierung das Entschädigungsangebot Deutschlands für die Kolonialverbrechen abgelehnt hat, ist gut. Denn die zehn Millionen Euro, die die Bundesregierung Namibia "zur Heilung der Wunden" angeboten hatte, sind nicht nur eine lächerlich kleine Summe für den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Sie sind auch ein Sinnbild dafür, wie wenig Verantwortung Deutschland für diese...

„Die Bundesregierung muss ihre Hinhaltetaktik hinter verschlossenen Türen aufgeben. Dabei geht es nicht nur um die Summe. Die Unterbrechung der Verhandlungen sollte sie nutzen und sich dafür einsetzen, dass bei Fortsetzung der Verhandlungen die selbstgewählten Vertreter der Herero und Nama beteiligt werden. Nur wenn die Nachkommen der Betroffenen des Völkermordes mitsprechen, besteht die Chance...

Die Kommunistische Partei Griechenlands und die Kommunistische Partei der Türkei sprachen sich erst kürzlich in einem gemeinsamen Statement gegen die drohende Kriegsgefahr aus. „Die Parteien merken an, dass die bürgerlichen Klassen der beiden Länder und imperialistischen Allianzen, in denen sie sich befinden, die Konflikte weiter verschärfen. Es geht darum, welches Land sich als regionales...