Sonntag, 23. April 2017
Solidaritätsanzeige

Medien

junge WeltVor seinem 80. Geburtstag an diesem Sonntag (19.3.2017) hat der frühere SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzende Egon Krenz der Tageszeitung »junge Welt« ein ausführliches Interview gewährt. In dem Gespräch, das »junge Welt« an diesem Wochenende veröffentlicht, blickt Krenz selbstkritisch auf sein politisches Wirken zurück.

Revue 70 Jahre junge Welt. Foto: RedGlobeRevue 70 Jahre junge Welt. Foto: RedGlobeMit einem Mammutprogramm im Berliner Kino International haben hunderte Menschen am Sonnabend den 70. Geburtstag der linken Tageszeitung »junge Welt« gefeiert. Der Saal des Lichtspielhauses aus DDR-Zeiten war komplett ausverkauft. Die rund 500 Zuschauer erlebten zunächst eine mehr als zweistündige Revue, die sieben Jahrzehnte Geschichte der Zeitung passieren ließ – durchaus mit der gelegentlich nötigen Selbstironie, aber doch voller Stolz auf das erreichte. Als wäre dieses Programm, durch das die bekannte Brecht-Interpretin Gina Pietsch führte, noch nicht genug gewesen, begeisterten anschließend der Liedermacher Daniel Viglietti und der Hamburger Schauspieler Rolf Becker das Publikum.

junge Welt 1947 und 2017. Grafik: Verlag 8. Maijunge Welt 1947 und 2017. Grafik: Verlag 8. MaiAm Sonntag feiert die in Berlin erscheinende überregionale Tageszeitung »junge Welt« 70 Jahre alt. Dabei schien bereits im April 1995 das Ende der einst auflagenstärksten Zeitung der DDR besiegelt. Mittlerweile ist es der Zeitung gelungen, die verkaufte Auflage wieder auf 20.000 Exemplare zu steigern und ihren Verlag auf ökonomisch stabile Grundlagen zu stellen. Verlagsgeschäftsführer Dietmar Koschmieder führt das nicht nur auf die Inhalte der Zeitung, sondern auch auf die besonderen Eigentumsverhältnisse der Zeitung zurück.

»Der deutsche Geheimdienstbericht zu russischen Aktivitäten im Cyberraum bleibt unter Verschluss. Die Überprüfung dort gesammelter Behauptungen ist Abgeordneten unmöglich. Angesichts eines heraufziehenden digitalen Kalten Krieges ist diese Aushöhlung der parlamentarischen Kontrolle nicht hinnehmbar«, kritisiert der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko.

Der Deutsche Journalisten-Verband steht den am Freitag bekannt gewordenen Plänen des Bundesinnenministeriums zur Einrichtung eines Abwehrzentrums gegen Desinformation ablehnend gegenüber. »Das riecht nach Zensur«, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. »Es ist unbestritten«, so Überall, »dass der öffentliche Diskurs nicht dauerhaft durch Fake News Schaden nehmen darf. Aber es darf doch nicht eine Behörde darüber entscheiden, was wahr ist und was nicht.«

Für die Beschäftigten der künftigen Berliner Newsroom GmbH, in der zukünftig die Publikationen »Berliner Zeitung« und »Berliner Kurier« produziert werden, wird zeitnah über den Abschluss eines Haustarifvertrags verhandelt. Bei einem Sondierungsgespräch zwischen den Geschäftsführungen von Berlin Newsroom GmbH, Berlin24 Digital GmbH und der Hauptstadtredaktion (DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH) einerseits und den Gewerkschaften ver.di/dju Berlin-Brandenburg und den regionalen DJV Verbänden JVBB und dem DJV Berlin andererseits wurde vereinbart, am 16. Januar 2017 die Gespräche über eine einheitliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen und Vergütungen zu beginnen. Gemeinsames Ziel ist eine Regelung in Anlehnung an die jeweils geltenden Flächentarifverträge für Redakteure und Angestellte in Tageszeitungsverlagen.

Foto: Colin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0Foto: Colin / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0»Die Antwort des Bundesinnenministeriums zu angeblichen Cyberangriffen der russischen Regierung zeigt, dass die Vorwürfe einer Überprüfung nicht standhalten. Weder sind Planungen zur Störung der Bundestagswahl erkennbar, noch lassen sich Medienberichte zu einer Beeinflussung des Brexit-Votums belegen«, erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion, Andrej Hunko, zur Antwort auf eine entsprechende Kleine Anfrage. Das Bundesinnenministerium bezeichnet die angeblichen Cyberangriffe auf die Bundestagswahl lediglich als »Annahme«. Als einzigen Beleg führt sie Untersuchungen an, die einen Hackerangriff vom Sommer dieses Jahres auf Server der Demokraten in den USA nachweisen sollen.

junge WeltDie Existenz der in Berlin erscheinenden überregionalen Tageszeitung junge Welt ist gefährdet. Zwar konnte die Zeitung die verkaufte Auflage in den letzten fünf Jahren von 17.500 auf 19.400 steigern, die für die Ökonomie entscheidende Zahl der Abonnements sei aber um 2.000 zu niedrig, so Dietmar Koschmieder, Geschäftsführer der Verlag 8. Mai GmbH, in der die Zeitung erscheint. Daher hätten die Einnahmen mit der Kostenentwicklung nicht mithalten können.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert von der Mediengruppe DuMont Schauberg eine Stellungnahme zu den Berichten über einen geplanten massiven Stellenabbau in der Redaktion der Hamburger Morgenpost. Am 13. Oktober berichtete der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost über eine geplante Reduzierung der Redaktion um 25 Prozent.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.