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BVG-Tarifverhandlungen gescheitert - Berlin vor neuem Streik | Drucken |  E-Mail
Berlin
Samstag, den 19. April 2008 um 23:19 Uhr
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der BVG und Berlin Transport (BT) sind um 6.00 Uhr am Morgen des 19. April 2008 abgebrochen worden. Im Anschluss daran hat die ver.di-Tarifkommission beraten und einstimmig das Scheitern der Verhandlungen beschlossen. Dieser Beschluss wurde den Arbeitgebern um 8.20 Uhr mitgeteilt. Die ver.di-Tarifkommission hat sich weiterhin für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen, die voraussichtlich noch an diesem Wochenende beginnen sollen. Zunächst werden in den Streik die Fahrzeugwerkstätten von Bus, U-Bahn und Straßenbahn zuzüglich der dazu gehörenden Servicebereiche (Betankung, Reinigung etc.) einbezogen. An diesem Wochenende ist der Fahrdienst noch nicht beteiligt.
Ver.di begann bereits am Samstag damit beginnen, Fahrgäste und Bürger/innen mit Informationsblättern zu informieren und über den Tarifkonflikt aufzuklären.

In einem vierzehnstündigen Verhandlungsmarathon hatten Arbeitgeber und ver.di mehrere Modelle erörtert und berechnet. Am Ende der Verhandlungen stand ein Modell, das im Volumen bei rund 23 Mio. Euro und damit deutlich unter dem Verhandlungsstand von Bad Saarow liegt. Allerdings konnte trotz deutlicher Bewegung der Gewerkschaft kein Abschluss erzielt werden, da die Arbeitgeberseite nicht entscheidungsfähig war. Finanzsenator Sarrazin, von dessen Entscheidung die Umsetzung des Abschlusses abhängt, war in der Nacht nicht mehr erreichbar, obwohl zu Beginn der Verhandlungen eine ständige Bereitschaft zugesichert worden war.

Quelle: ver.di Berlin / RedGlobe
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