| "Pfefferspray und Polizeiknüppel gegen AntifaschistInnen machen Naziaufmarsch möglich" | | Drucken | |
| Niedersachsen |
| Samstag, den 12. September 2009 um 20:33 Uhr |
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Am heutigen Samstag kam es am Rande eines Naziaufmarsches in Hannover zu Polizeigewalt gegen NazigegnerInnen. Erst demonstrierten etwa 3500 Menschen bei einer Demo des DGB gegen Nazis in Hannover. Der Antifa-Block wurde währenddessen aufgelöst und die TeilnehmerInnen aufgefordert, direkt in Richtung der Nazis zu gehen. "Wir halten es für richtig, den antifaschistischen Protest dort zu artikulieren, wo er hingehört auf und an die Route der Nazis. Eine Kundgebung weit ab dieser Strecke war für uns keine Option" so Kerstin Oberbeck vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Hannover.
Erst die Polizei sorgte dafür, dass die Nazis ihre rassistische und menschenverachtende Hetze weitgehend ungestört verbreiten konnten. AntifaschistInnen und protestierende AnwohnerInnen sahen sich einem massiven Polizeiaufgebot gegenüber, dass die Nazis schützen musste. Als sich an der Kreuzung Sallstrasse/Marienstraße einige hundert Menschen zusammen gefunden hatten, "enterten" AntifaschistInnen einen Balkon des Henriettenstifts und grüssten die anwesenden Protestierenden mit Fahnen der Antifaschistischen Aktion. Doch bereits vor dem offiziellen Ende der Demonstration gab es erste Versuche die Route der Nazis zu blockieren. Die Polizei ging um 12.15 Uhr gegen eine Gruppe von 50 Menschen mit Pfeffer- und CS-Gas vor. Oberbeck dazu: "AntifaschistInnen und AnwohnerInnen haben deutlich gemacht, dass sie sich den Nazis entgegenstellen wollen. Die Polizei hat diesen legitimen Widerstand verhindert und sich so zum Handlanger für die Interessen der Nazis gemacht." Während die Nazis also abgeschirmt von der Polizei marschieren konnten, meldet der Ermittlungsausschuss Hannover bis 15.30 Uhr 50 Fest- bzw. Ingewahrsamnahmen. Dabei handelt es sich zu einem Fünftel um Minderjährige. Ihnen werden mehrheitlich Verstösse gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Neuere Artikel:
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