Donnerstag, 2. Oktober 2014

Identitätsdiebstahl: 16 Millionen Digitale Identitäten betroffen

Bundesamt für Sicherheit in der InformationstechnikDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat angesichts eines Falles von großflächigem Identitätsdiebstahl unter https://www.sicherheitstest.bsi.de eine Webseite eingerichtet, auf der Bürgerinnen und Bürger überprüfen können, ob sie von diesem Identitätsdiebstahl betroffen sind. Aktuell ist der Server allerdings wegen der hohen Zahl von Abrufen in die Knie gegangen.

Im Rahmen der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden wurden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt. Diese bestehen in der Regel aus einem Benutzernamen in Form einer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Viele Internetnutzer verwenden diese Login-Daten nicht nur für das eigene Mail-Account, sondern auch für Benutzerkonten bei Internetdiensten, Online-Shops oder Sozialen Netzwerken. Die E-Mail-Adressen wurden dem BSI übergeben, damit Betroffene informiert werden und erforderliche Schutzmaßnahmen treffen können.

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Abschied von Werner Pirker

Völlig überraschend ist der streitbare österreichische Journalist und Kommentator Werner Pirker im Alter von 66 Jahren verstorben. Das meldet die Tageszeitung »junge Welt«, für die Pirker jahrelang als Kommentator und Verfasser der wöchentlichen Kolumne »Schwarzer Kanal« tätig war, in ihrer Donnerstagsausgabe (siehe hier).

»Er hat seit 19 Jahren für die junge Welt geschrieben und mit seinen Analysen dieser Zeitung ein klares politisches Profil gegeben. Er hat immer und überall für seine Überzeugung  gestritten, zuletzt am Wochenende auf der XIX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Berliner Urania und bei der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung in der Gedenkstätte der Sozialisten. Zu seinem 65. Geburtstag im Oktober 2012 hatten wir gratuliert: 'Keiner kann die  Leitartikel so wie er. Raffiniert und klar, direkt und dialektisch. Kommentare sind kleine politische Kunstwerke. Werner Pirker schreibt sie an der Tastatur so, wie andere Klavier spielen – beflügelt, mit sanftem Anschlag.' Er wird fehlen.« Eine ausführliche Würdigung des Verstorbenen soll am Freitag erscheinen.

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Reichsrommelnacht

Dumm oder verdorben. Das ist die Frage. Ob es edler im Gemüt einen nationalsozialistischen Feldmarschall reinzuwaschen so gut es geht, oder das edle doitsche Soldatentum zu stilisieren in dieser steinschen Soap-Opera über den Wüstenfuchs.

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Skandal: Mutti von Hausfreund abgehört

Die Heilige MerkelWochenlang wurde die bischöfliche Sau durchs Dorf gejagt. Die bürgerliche Journaille gab stündlich, täglich, rund um die Uhr und Woche zu wissen, dass Funktionäre der katholischen Kirche zuweilen verschwenderisch und größenwahnsinnig sind. Die Geschichte hat einen bald zweitausend Jahre alten Bart, ist aber immer wieder ergötzlich. Jetzt ist der Bischof unbekannten Orts verschwunden, und man konnte mit Spannung erwarten, welche Sau als nächste durchs Dorf getrieben wird.

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Big Brother is watching you - auch wenn du verschlüsselst

Titelseite des Guardian vom heutigen Freitag, 6.9.2013Milliarden US-Dollar haben der US-Geheimdienst NSA und sein britisches Gegenstück GCHQ investiert, um auch die verschlüsselte Kommunikation von Millionen Internetnutzern zu überwachen. Dazu setzten die Spitzel nicht nur Supercomputer zum Knacken der Codes ein und nahmen gezielt Einfluss auf die Festlegung von Sicherheitsstandards für das World Wide Web, sondern griffen auch auf die Unterstützung von Unternehmen zurück, die Verschlüsselungsprogramme anbieten. Das berichteten die britische Tageszeitung »The Guardian«, die US-amerikanische »New York Times« sowie die Internetplattform »ProPublica« unter Berufung auf Dateien, die der NSA-Aussteiger Edward Snowden dem »Guardian« übermittelt hatte.

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»Reality Queens auf Safari« absetzen!

»Reality Queens auf Safari«In einem offenen Brief fordern mehrere entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen den Fernsehsender Pro7 dazu auf, die Ausstrahlung der Sendung »Reality Queens auf Safari« mit sofortiger Wirkung zu stoppen. Das Format der Sendung verstärke verbreitete Stereotype gegenüber dem ostafrikanischen Land Tansania, schüre gängige Vorurteile und stelle die Menschen des Landes in einer rassistischen und diskriminierenden Form dar. Das in der Sendung erzeugte Bild des Landes und seiner Menschen sei einfältig, beleidigend und menschenunwürdig. Die Ausstrahlung der Sendung in der deutschen Medienlandschaft sei daher inakzeptabel.

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dkp-queer.de: Ungünstiges Timing

DKP-queerDas nennt man wohl ungünstiges Timing. Während bundesweit die Saison der »Christopher-Street-Day«-Umzüge für die Rechte von Schwulen und Lesben beginnt, ist die Homepage von DKP-queer offline. »Aufgrund von dringenden  Wartungsarbeiten sowie eines schon lange geplanten Serverwechsels ist die Homepage www.dkp-queer.de für mehrere Tage nicht erreichbar«, teilt ihr Sprecher Thomas Knecht gegenüber RedGlobe mit. »Wir hoffen, so schnell wie möglich wieder erreichbar zu sein. Gerade auch, um über das 24. DKP-queer-Bundestreffen, das dieses Wochenende in Hannover stattfindet, berichten zu können.«

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Piraten klagen gegen Schnüffelstaat

Wahlplakat der PiratenparteiKatharina Nocun, Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, und Patrick Breyer, Mitglied der Piratenfraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, haben am Montag erneut Verfassungsbeschwerde gegen die Neuregelung des Telekommunikationsgesetzes eingelegt. Nach Auffassung der Piratenpartei verstößt das Gesetz gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung sowie das Telekommunikationsgeheimnis und ist in mehr als zehn Punkten verfassungswidrig. Den Hauptbeschwerdeführern Nocun und Breyer können sich Bürger noch bis Ende Juli im Rahmen einer Sammelklage anschließen. 4000 Menschen haben dies bisher bereits getan.

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»Bild« kämpft für das Demonstrationsrecht

Bild kämpft für NacktdemosEine Woche nach der massiven Verletzung der Grundrechte von Zehntausenden in Frankfurt während der »Blockupy«-Proteste kämpft nun auch »Bild« für das Demonstrationsrecht. Das Onlineportal des Blattes mit den großen Buchstaben, das noch vor wenigen Jahrzehnten durch Mordaufrufe gegen demonstrierende Studenten zu trauriger Berühmtheit gelangt war, protestiert heute gegen einen Polizeieinsatz gegen eine gewaltfreie Demonstration. Für solche Solidarität aus dem Springer-Hochhaus gibt es aber eine Bedingung: die Kleiderordnung der Protestierenden muss stimmen, und es muss sich um junge Frauen handeln.

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