Übernommen von KOMintern:
24.1., 15:00 Wien, Haus der EU, Wipplingerstraße
Stoppt die imperialistische Aggression der Vereinigten Staaten in Lateinamerika!
Schluss mit der Wirtschaftsblockade von USA und EU!
Die imperialistischen Aggressionen gegen Venezuela sind mit der Bombardierung am 3. Januar 2026 weltweit sichtbar geworden. Es wurden mehr als 100 Menschen getötet, darunter 32 kubanische Kämpfer. Wir verurteilen diese Angriffe und fordern die Achtung der Souveränität und Selbstbestimmung des venezolanischen Volkes.
Diese Militäroperationen endeten mit der Entführung des Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores, deren sofortige Freilassung wir fordern.
Präsident Donald Trump hat zynisch erklärt, was seine wahren Ziele des Angriffs sind: Die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen Venezuelas und die vollständige politische und wirtschaftliche Kontrolle über die Region. Damit lässt er die Monroe-Doktrin wieder aufleben, die Trump selbst in „Donroe-Doktrin” umbenannt hat. Im Bestreben, seine Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre zu stärken, hat er nun mit militärischen Angriffen auf Mexiko und Kolumbien gedroht. Außerdem hat er angekündigt, Kuba zu zerstören. All das wäre eine weitere kriegerische Zuspitzung der Situation in Lateinamerika und der Welt.
Die imperialistische Aggression in Venezuela begann nicht erst mit den Angriffen vom 3. Januar, sondern dauert bereits mehr als zwanzig Jahre an, in Form eines Wirtschaftskrieges, den der US- Imperialismus und der Imperialismus der Europäischen Union mit der Einführung einseitiger Zwangsmaßnahmen führen. Diese Maßnahmen gegen das südamerikanische Land werden fälschlicherweise als Sanktionen bezeichnet. Dieser Wirtschaftskrieg hat Millionen Venezolaner*innen in die Armut getrieben. Wir fordern die sofortige Einstellung dieser Zwangsmaßnahmen.
Nach den Angriffen rief die Europäische Union in ihren Erklärungen „beide Seiten“ zur Deeskalation des Konflikts auf, als gäbe es nicht einen klaren Aggressor – die USA. Ebenso hat sie erklärt, dass dies eine Gelegenheit für die „Einführung der Demokratie“ im Land sei. Damit bekundet sie ihre politische Unterstützung für den Rechten Edmundo González und die noch deutlich weiter rechts stehende María Corina Machado, die bereit sind, die natürlichen Ressourcen Venezuelas – insbesondere die reichen Erdölvorkommen – für ihren persönlichen Weg zur Macht einzutauschen. Wir lehnen die wirtschaftliche und politische Unterstützung der EU und Österreich für „liberale“ Opposition wie auch für die faschistische Opposition von Machado und deren Anhänger*innen, die in Venezuela Krankenhäuser und Märkte niedergebrannt sowie Arbeiter*innen und Bäuer*innen ermordet hat, ab. Wir müssen Schulter an Schulter gegen den Faschismus kämpfen. Wir bekunden unsere Solidarität mit dem mutigen Volk Venezuelas, das erklärt hat, dass es nicht bereit ist, erneut Kolonie eines Imperiums zu werden, und dass es seine Unabhängigkeit und Souveränität mit Waffen in den Händen verteidigen wird. Wir stehen gegen jegliche imperialistische Einmischung: Die Menschen in Venezuela müssen alleine ihre Zukunft bestimmen können.
Nur internationale Solidarität kann diese imperialistische Offensive stoppen, deshalb rufen wir dazu auf, gemeinsam auf die Straße zu gehen.
Wir fordern:
- Stopp aller militärischer Aggressionen der USA!
- Für ein Ende der Wirtschaftsblockade gegen Venezuela und Kuba! Gegen jegliche imperialistische Einmischung der EU!
- Freilassung von Nicolás Maduro und Cilia Flores!
- Für eine Ende jeglicher Militärpräsenz von Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden in der Karibik!
- Für die Selbstbestimmung des venezolanischen Volkes. Die Venezolaner*innen müssen ihre Zukunft selbst bestimmen können!
Es lebe die internationale Solidarität!
Von Gaza bis Venezuela, nieder mit dem Imperialismus!
Venceremos!

Quelle: KOMintern

