Übernommen von Unsere Zeit:
Am 27. Januar wird weltweit der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts begangen. Dieser Gedenktag wurde 2005 durch einen Beschluss der UN-Generalversammlung eingeführt. Leider unternimmt man in den letzten Jahren in vielen europäischen Ländern gezielte Versuche, die Tatsache in Vergessenheit geraten zu lassen, dass dieser Gedenktag an ein konkretes historisches Ereignis gebunden ist, und zwar an die heroische Befreiung der Gefangenen der grausamsten und furchtbarsten Todesfabrik Hitlers, des nazistischen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, durch die Rote Armee im Jahr 1945. Nach unterschiedlichen Schätzungen kamen dort während seines Bestehens in den Jahren 1940 bis 1945 insgesamt zwischen 1,5 und 4 Millionen Menschen ums Leben. Die sowjetischen Befreier retteten die überlebenden Häftlinge des Konzentrationslagers und legten zugleich der Weltgemeinschaft eindeutige Belege für die dort verübten zahlreichen Gräueltaten des NS-Regimes vor. Es sei daran erinnert, dass die Sowjetunion von der Tragödie des Holocausts auch maßgeblich betroffen war. Mindestens 40 Prozent der in Europa ermordeten Juden waren sowjetische Staatsbürger.
Jährlich findet im Deutschen Bundestag anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts eine besondere Gedenkstunde statt. Dieses Jahr wird sie am 28. Januar abgehalten. Doch auch im Jahr des 85. Jahrestages des heimtückischen Angriffs Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion und des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges hielten es die Organisatoren erneut nicht für notwendig, offizielle Vertreter Russlands zur Teilnahme einzuladen. Dies bleibt ihrem Gewissen überlassen.
Quelle: Unsere Zeit

