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High-Tech-Betrieb wird zerschlagen

Übernommen von Unsere Zeit:

Rund Hundert Beschäftigte von Mahle Fellbach haben gestern gegen die drohende Schließung ihres Standortes protestiert. Unterstützt wurden sie von Kolleginnen und Kollegen anderer Mahle-Betriebe. Immer wieder riefen sie die Parole: „Wir bleiben hier“.

Die Mahle-Geschäftsführung hatte im Herbst 2025 überraschend offenbart, dass die rund 150 Beschäftigten in Fellbach innerhalb von 14 Monaten auf Werke in Markgröningen und Rottweil verteilt werden sollen – faktisch eine Zerschlagung. Der Standort gilt konzernweit als „Formel-1-Hightech-Schmiede“. Der Betrieb ist bekannt für seine Spezialisierung und Profitabilität – Eigenschaften, die nach Ansicht der Beschäftigten bei einer Verlagerung gefährdet sind.

Antonio Potenza, Geschäftsführer der IG Metall Stuttgart, stellte sich hinter die Forderung der Beschäftigten, die den Standort erhalten wollen: „Die Kolleginnen und Kollegen hier in Fellbach haben diesen Standort zu dem gemacht, was er heute ist: ein hochspezialisierter, profitabler und international angesehener Hightech-Betrieb. Dieses Know-how und diese Identifikation mit dem Produkt kann man nicht einfach verlagern wie eine Maschine. Wer jahrzehntelang aufgebautes Wissen verschieben will, nimmt billigend in Kauf, dass Qualität und Innovationskraft verloren gehen. Das lassen wir nicht zu! Wir fordern konstruktive Gespräche über die Zukunft des Standorts.“

Solidarische Grüße kamen von den Kolleginnen und Kollegen des IG-Metall-Seniorenausschusses: Der gemeinsame Kampf aller von Arbeitsplatzvernichtung betroffenen Belegschaften sei wichtig, nur so könnten Schließungen und Personalabbau verhindert werden.

Quelle: Unsere Zeit

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