Übernommen von Pro Asyl:
Pressestatement
Zu dem Schiffsunglück vor der griechischen Insel Chios in der Nacht des 3. Februars 2026, bei dem mindestens 15 Menschen ums Leben kamen, kommentiert Karl Kopp, Co-Geschäftsführer von PRO ASYL:
„Laut Informationen unserer griechischen Kolleg*innen verdichten sich die Hinweise, dass es sich nicht um einen tragischen Unfall handelt, sondern diese Menschen im Rahmen eines Abfangmanövers der griechischen Küstenwache ums Leben gekommen sind. Es wäre nicht das erste Mal, dass schutzsuchende Menschen infolge von Manövern der griechischen Küstenwache sterben. Griechenland wurde wegen solcher Vorfälle bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Das Schiffsunglück vor Chios muss im Rahmen einer unabhängigen Untersuchung lückenlos aufgeklärt und mögliche Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden!“
Hintergrund
Kolleg*innen der griechischen Schwesterorganisation von PRO ASYL, Refugee Support Aegean (RSA), sind in Chios seit vergangener Nacht vor Ort. Sie verfügen über eine langjährige Erfahrung in der rechtlichen Vertretung von Überlebenden und Angehörigen von Schiffsunglücken in Griechenland und konnten bereits mehrfach eine Verurteilung Griechenlands durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg erwirken – zuletzt im Oktober 2025.
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Quelle: Pro Asyl

