Übernommen von Schweizerische Friedensbewegung:
Am 1. Mai jeden Jahres wird in vielen Ländern traditionellerweise der Tag der Arbeit gefeiert. In der Schweiz ist der 1. Mai in einigen Kantonen ein gesetzlicher Feiertag, der mit Demo-Umzügen und anschliessenden Volksfesten begangen wird. Der 1. Mai wird auch Tag der Arbeiter*innenbewegung genannt. Er geht zurück auf einen nordamerikanischen Generalstreik am 1. Mai 1886, der zum Ziel die Durchsetzung des Achtstundentages hatte. In Chicago streikten Tausende von Arbeiter*innen und nahmen an Demonstrationen und Kundgebungen teil. Im Zuge dieser Proteste kam es zu gewaltsamen Übergriffen seitens der Polizei und dadurch zu tagelangen Auseinandersetzungen mit den Demonstrierenden. Diese Gefechte gingen als Haymarket Riots (dt. «Heumarktaufstände») in die Geschichte ein. Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen wurde zum Gedenken der Haymarket Riots der 1. Mai als «Kampftag der Arbeiterbewegung» ausgerufen.
Die Maifeierlichkeiten werden meist von Gewerkschaften und linken Organisationen geplant und durchgeführt. Auch für die Friedensarbeit ist der Tag der Arbeit von Bedeutung: Kriege sind direkt oder indirekt meist Ergebnis der imperialistischen Entwicklung des Kapitalismus und der damit verbundenen Aufteilung der Welt und ihrer Ressourcen unter einige wenige Grossmächte. Folge dieser Kriege ist fast immer die Verelendung der Massen; sei es aufgrund der Zerstörung von lebensnotwendigen Infrastrukturen, tradierten Lebenszusammenhängen und der Vertreibung und Auslöschung ganzer Gesellschaften und Generationen; sei es aufgrund global spürbarer Inflationen und Teuerungen, die sich aus den wirtschaftlichen Konsequenzen von kriegerischen Auseinandersetzungen ergeben (Erhöhung der Ölpreise, Lieferengpässe von Grundnahrungsmitteln und anderen Rohstoffen usw.). Eine der wirksamsten Mittel zur Verhinderung von Kriegen sind Generalstreiks und Blockaden, die die Produktion und Ausfuhr von Waffen betreffen, wie sie letztes Jahr in Italien zur Vereitelung des Genozids in Gaza stattgefunden haben.
Die Schweizerische Friedensbewegung ist in Basel und Zürich mit je einem Stand an den Maifeiern vertreten. Dort gibt es Gelegenheit, unser Merchandise zu kaufen und sich auszutauschen. Die Zürcher SFB-Lokalgruppe veranstaltet am 1. Mai zudem einen Filmvorführung. Untenstehend können Orte, Standzeiten sowie Informationen zur Filmvorführung entnommen werden:
Basel
Demoumzug: ca. ab 11 Uhr, Treffpunkt: Messeplatz
Maifest: ca. ab 12 Uhr am Barfüsserplatz
SFB-Stand auf dem Barfüsserplatz: ca. 13-17 Uhr
Zürich
Besonderes: Die Feierlichkeiten dauern in Zürich drei Tage (30. April – 2. Mai)
Demoumzug: Besammlung um 10 Uhr, Start des Umzugs um 10.30 Uhr, Treffpunkt: Ni-Una-Menos-Platz (Helvetiaplatz), Abschlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz
Maifeierlichkeiten: 30. April, 1. und 2. Mai jeweils auf dem Kasernenareal
SFB-Stand auf dem Kaserneareal: 1. und 2. Mai, jeweils 12-18 Uhr
Die Lokalgruppe Zürich veranstaltet am 1. Mai zudem eine Filmvorführung im Walcheturm (Kanonengasse 20, 8004 Zürich). Gezeigt wird der Anti-Kriegsfilm Russians At War der Regisseurin Anastasia Trofimova. Beginn ist um 20.30 Uhr. Der Film dauert ca. zwei Stunden.
Bern
Demoumzug: ab 18 Uhr, Treffpunkt: Rosengarten
(Informationen zu einem allfälligen Stand folgen)
Wir freuen uns über jeden Besuch in den jeweiligen Städten!
Schweizerische Friedensbewegung
Quelle: Schweizerische Friedensbewegung

