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„Hände weg!“

Übernommen von Unsere Zeit:

Am vergangenen Samstag trafen sich circa 150 Menschen am Zülpicher Platz in Köln, um gegen den imperialistischen Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu protestieren und ihre Solidarität mit Bevölkerung Venezuelas kundzutun.

Zum Protest aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus SDAJ, der BSW-Jugendorganisation JSW, dem Friedensbündnis NRW, dem Friedensforum Düsseldorf sowie palästinasolidarischen Verbänden. Die Kundgebung startete um 15.30 Uhr mit dem Lied „El pueblo unido“. In den folgenden Reden wurden der US-Angriff auf Venezuela verurteilt, seine Hintergründe erläutert sowie die Doppelmoral der deutschen Politik und Medien hervorgehoben. Mehrere Rednerinnen und Redner appellierten an das Völkerrecht und gleiche Maßstäbe, sei es bei der Bewertung des Genozids in Palästina, beim Krieg in der Ukraine oder bei der Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, Grönland zu annektieren.

Sebastiano von der SDAJ Wuppertal erklärte: „Als SDAJ stehen wir an der Seite des venezolanischen Volkes gegen die US-Aggressionen. Wir sagen: Hände weg von Venezuela!“ Er erinnerte an die lange Geschichte von US-gesteuerten Militärputschen und Umsturzversuchen in Süd- und Mittelamerika zum Beispiel in Kuba, Guatemala, El Salvador und Honduras. „Überall auf der Welt führen die USA Kriege in ihrem Inte­resse nach Rohstoffen und geopolitischem Einfluss“. Er erwähnte auch Deutschlands extreme Militarisierung und zeigte die Verbindung zum deutschen Imperialismus auf. Seine Rede beendete er mit dem berühmten Zitat von Che Guevara: „Patria o Muerte“ (Vaterland oder Tod).

Bis zum Ende der Kundgebung herrschte Unsicherheit über die genaue Demonstrationsroute und den Endpunkt, da sich die Polizei unzufrieden mit dem ursprünglich geplanten Verlauf zeigte. Die Demonstration ging dann entlang der Zülpicher Straße. Die Demonstrierenden riefen unter anderem „Yankees raus!“, „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“ und „Hoch die internationale Solidarität!“. Immer wieder wurde die Freilassung von Nicolás Maduro gefordert.
Vor zwei kubanischen Bars hielt der Demonstrationszug. Bei der Zwischenkundgebung erinnerte ein Sprecher der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba an die 32 kubanischen Soldaten, welche zum Schutz von Maduro in Venezuela waren und bei Trumps Angriff ermordet wurden: „Das war ein imperialistischer und faschistischer Angriff!“.

Die Demonstration endete auf den Universitätswiesen, wo Orkan von der DKP die letzte Rede hielt: „Die Milliarden für Waffen und für die Wehrpflicht sollen uns als notwendige defensive Maßnahme verkauft werden. Offensichtlich wird es dabei nicht bleiben, wenn gesagt wird, dass die deutsche Regierung die Weltordnung mitgestalten will – mit der Waffe in der Hand.“

Quelle: Unsere Zeit

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