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Abwehrkampf gegen Abwertung

Übernommen von Unsere Zeit:

3.500 Beschäftige aus dem Bildungsbereich sind am Donnerstag einem Aufruf der GEW Berlin gefolgt, in der Hauptstadt im Rahmen der Tarifverhandlungen der Länder-Beschäftigten für höhere Löhne zu demonstrieren. 14 von insgesamt 279 Kitas der fünf Eigenbetriebe der Stadt Berlin blieben durch den Warnstreik vollständig geschlossen. 130 hielten den Regelbetrieb aufrecht, der Rest musste die Kinderbetreuung einschränken. Bestreikt wurden auch staatliche Schulen und Hochschulen, die Bezirksämter, der Lette-Verein und das Pestalozzi-Fröbel-Haus. Die Gewerkschaft hatte die verbeamteten Länderbeschäftigten gebeten, sich mit ihren angestellten Kollegen solidarisch zu zeigen.

Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern sprach auf der Demonstration in Berlin. Den Angriff der CDU auf den Rechtsanspruch auf Teilzeit verurteilte Finnern als „abwertend“ gegenüber den Beschäftigten.

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Rauf mit den Löhnen, runter mit der Rüstung! (Foto: DKP Berlin)

Der Warnstreik in Berlin fand im Rahmen des bundesweiten Bildungs-Streiktags am 29. Januar statt. Der war nötig geworden, weil die Gegenseite die meisten Forderungen der beteiligten Gewerkschaften grundlegend ablehnt und auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Tarifangebot vorgelegt hatte. Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr in der Tabelle und mindestens 300 Euro Plus pro Monat. Der neue Tarifvertrag soll nicht länger als 12 Monate laufen und auch für alle studentischen Beschäftigte gelten. Gestreikt wurde auch in Hamburg, Mannheim, Köln und Leipzig.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar in Potsdam angesetzt.

Quelle: Unsere Zeit

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