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Afrika fordert Ende der US-Blockade Kubas

Übernommen von Unsere Zeit:

Das 39. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) am 14. und 15. Februar in Addis Abeba hat eine Resolution verabschiedet, in der die Staats- und Regierungschefs des Kontinents das Ende der US-Blockade-Maßnahmen gegen Kuba verlangen. Die Erklärung ist die 17. ihrer Art. Zum dritten Mal fordert die AU die USA ausdrücklich dazu auf, Kuba von der Liste „terrorunterstützender“ Länder zu streichen.

Zudem kritisiert die AU die Auswirkungen der völkerrechtswidrigen Blockade auf Drittstaaten. Die Sanktionen behinderten internationale Handelsbeziehungen massiv und verletzten die Souveränität anderer Länder. „Titel III des Helms-Burton-Gesetzes ist nach wie vor ein ungerechtes extraterritoriales Instrument, das Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Bürger allein aufgrund ihrer Verbindungen zu Kuba ermöglicht“, heißt es in der Resolution mit Blick auf das Gesetz von 1996, mit dem die damalige US-Regierung bestehende Sanktionen gegen Kuba noch einmal deutlich verschärfte.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel begrüßte die Solidarität aus Afrika. „Wir erkennen dankbar die unmissverständliche Unterstützung der afrikanischen Führer an, die unseren Kampf für die nationale Souveränität und das Recht, über unsere eigene Entwicklung zu entscheiden, erneut bestätigen“, erklärte er in Havanna. Kubas Beziehungen zu vielen afrikanischen Ländern sind intensiver als auf dem diplomatischen Parkett üblich. 18 afrikanische Länder erkannten die revolutionäre Regierung der Insel unmittelbar nach der Revolution an. Die Leistungen Kubas im Kampf für die Befreiung Angolas aus portugiesischer Kolonialherrschaft sind unvergessen in ganz Afrika, ebenso Kubas Beitrag im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Revolutionsführer Fidel Castro gilt selbst in bürgerlichen Kreisen in vielen Ländern Afrikas als Volksheld. Heute zeigt Kuba vor allem mit der Entsendung von Ärztebrigaden, etwa während Ebola-Epidemien oder Corona, praktische Solidarität mit afrikanischen Ländern.

Quelle: Unsere Zeit

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