Übernommen von Unsere Zeit:

Es war ein rauschendes Fest: Gut 100 Menschen haben am 1. Mai an der Eröffnung des antifaschistischen linken Zentrums KoKo in der Koloniestraße in Duisburg teilgenommen. Für viele von ihnen ging ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Die Idee, ein solches linkes Zentrum in Duisburg zu eröffnen, sei gut zehn Jahre alt, erzählt Şevki Kaya im Gespräch mit UZ. Kaya ist Zweiter Vorsitzender des Trägervereins KoKo e. V. „KoKo“ steht für „Kollektiv Koloniestraße“. Im November begannen konkrete Gespräche, im Januar die Subbotniks, mit denen das Zentrum renoviert wurde. Viele der beteiligten Gruppen treffen sich schon seit mehreren Wochen im KoKo. Sie alle haben die Erfahrung gemacht, dass es immer schwieriger wird, Räume für politische Veranstaltungen zu bekommen, und freuen sich über das gemeinsame Zentrum. Den 1. Mai habe man als symbolisches Datum gewählt für die Eröffnungsfeier, berichtet Kaya.
An dem Zentrum beteiligt sind Duisburger Gruppen der DKP, SDAJ, KO, Roten Hilfe, Migrantifa, die Aktionsgruppe Palästina, das Freie Forum Duisburg und das antifaschistische Bündnis „Duisburg stellt sich quer“. Ein ungewöhnlich breites Bündnis. Kaya freut sich: „Viele kennen sich aus Aktionsgruppen, in denen wir in Duisburg seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, etwa gegen Faschismus und die rassistischen Räumungen der ‚Task Force Problemimmobilien‘ in Marxloh.“ Weitere Gruppen haben bereits Interesse angemeldet, sich an KoKo e. V. zu beteiligen. Geplant sind dort auch Hausaufgabenbetreuungen für Kinder und ein Stadtteilfest im nächsten Jahr.
Quelle: Unsere Zeit

