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Gedenken an die Blockade von Leningrad

Übernommen von Unsere Zeit:

Während die Bundesregierung mit der Schließung des Russischen Hauses in Berlin und der Ausweisung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kurs gegen Russland verschärft, hat die Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e. V. am 8. September ein Zeichen der anderen Art gesetzt. Anlässlich des 85. Jahrestages des Beginns der Blockade Leningrads durch die faschistische Wehrmacht übergab sie der russischen Botschaft die ersten Spendengelder aus der Initiative „Blumen für Piskarewka“. 4.000 Euro, gesammelt gemeinsam mit den Partnern „Deutsch-Russische Friedenstage“-Bremen und „Deutsch-Russische Festtage“-Berlin, kommen den Überlebenden der Blockade (den „Blokadniki“) zugute und sichern den Erhalt der Denkmalanlage auf dem Piskarjowskoje-Friedhof, wo circa 420.000 Zivilisten begraben sind.

Die Blockade Leningrads dauerte 872 Tage und kostete 1.093.842 Einwohnern das Leben. Über die Hälfte der Getöteten starben an Hunger und Kälte. Bis heute weigert sich die deutsche Bundesregierung, die Blockade als Völkermord anzuerkennen.

Anwesend bei der Gedenkveranstaltung in der russischen Botschaft war auch Walentina Hantke. Die heute 92-Jährige überlebte die Blockade als siebenjähriges Mädchen. Torsten Rexin, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft, ernannte sie bei der Veranstaltung zum Ehrenmitglied des Vereins. Die Erinnerung wachzuhalten, so das erklärte Ziel der Gesellschaft, heiße, dafür zu sorgen, dass die Blumen auf den Gräbern in Piskarewka nicht verblühten.

UZ veröffentlichte am 1. Mai einen Zeitzeugenbericht von Walentina Hantke:

Quelle: Unsere Zeit

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