Jahr Eins des algerischen Hirak

Am 16. Februar 2020 feierte der Hirak, wie die algerische Protestbewegung bezeichnet wird, seinen ersten Geburtstag. Zur Feier des Tages fand am Sonntag inKherrata eine Demonstration statt – ein Jahr zuvor wurden hier die ersten Demonstrationen gegen die Ankündigung des fünften Mandates des damaligen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika organisiert. Hunderttausende Menschen aus ganz Algerien beteiligten sich.

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Die Revolte einer ganzen Generation

Der algerische Hirak – wie die soziale Bewegung bezeichnet wird, die seit dem 22. Februar 2019 zahlreiche Menschen auf die Straße bewegt – befindet sich in der zwanzigsten Woche des Protestes gegen das herrschende Regime und für einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Die Mainstream-Medien sind noch immer nicht in der Lage, eine gründliche Analyse dessen vorzulegen, was tatsächlich in der ehemaligen französischen Kolonie passiert. Wenn es überhaupt um Algerien geht, dann schreiben die Berichterstatter*innen lediglich von einem „politischen Chaos“. Und auch im politisch linken Spektrum hegen viele noch Zweifel: Stehen wir…

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LGJ fordert Freiheit für Louisa Hanoune

In einem Schreiben an die Botschaft Algeriens hat die Linke Gewerkschaftsjugend (LGJ) am 16. Juni 2019 die Freilassung von Louisa Hanoune gefordert. Das Schreiben im Wortlaut: Sehr geehrte Damen und Herren, uns erreichte vor kurzem die Nachricht, dass die Generalsekretärin der Algerischen Arbeiterpartei, Louisa Hanoune, verhaftet wurde. Unsere Kollegen aus ganz Europa berichteten uns darüber, auch in der internationalen Presse wurde berichtet.

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Was ist los in Algerien?

Seit dem 22. Februar füllen sich die Straßen Algeriens fast täglich, die Menschen protestieren gegen das Regime von Abdelaziz Bouteflika. Einen Monat später, am 26. März, sprach sich auch der Armeechef Ahmed Gaïd Salah öffentlich gegen Bouteflika aus. Aufgrund seines Gesundheitszustands forderte er die Anwendung des Verfassungsartikels 102: der Präsident solle als „amtsunfähig“ erklärt und abgesetzt werden. Die Proteste gingen derweil weiter.

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Merkel verwechselt Stabilität mit Friedhofsruhe

„Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika ist so wenig ein ‚Vater der Stabilität‘ wie die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien ein ‚Stabilitätsanker‘ im Nahen Osten ist. Statt weiterer Waffenhilfe für Bouteflika braucht es einen Stopp der Rüstungsexporte“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika in Algier.

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