Staatshilfen dürfen nicht in die Taschen von Aktionären wandern

„Für Millionen abhängig Beschäftigte ist die andauernde Pandemie ein extremer Stresstest, auch ökonomisch. Viele sind durch hohe Lohneinbußen von bis zu 40 Prozent bei Kurzarbeit oder durch Arbeitsplatzverlust existenziell bedroht. Die Ankündigung von Daimler, die Gewinnausschüttung an die Aktionäre im Krisenjahr sogar noch zu erhöhen, ist ignorant gegenüber der Gesellschaft und moralisch empörend. Noch schlimmer ist, dass die Regierung tatenlos dabei zuschaut, wie staatliches Geld in den Taschen privater Anleger verschwindet“, erklärt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zur heutigen Hauptversammlung der Daimler AG und dem…

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Einiges abgewehrt

Die Vernichtung von 4.000 Arbeitsplätzen bei Daimler Untertürkheim ist erst einmal vom Tisch. Nach sechs Monaten zäher Verhandlungen und zahlreicher Aktionen der Beschäftigten gibt es endlich ein Ergebnis. Die Werksleitung hatte ursprünglich geplant, 4.000 Arbeitsplätze den Profitinteressen zu opfern – so die Ansage letzten Sommer. Das wäre mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz gewesen. Produktionszusagen beim konventionellen Antrieb (unter anderem Kurbelwellenfertigung) wollte die Werksleitung nicht mehr einhalten, es sollte in Osteuropa produziert werden – zu niedrigeren Löhnen natürlich. Ein Vertragsbruch auf dem Rücken der Beschäftigten, gegen den Tausende protestierten. Sie haben…

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