| Regierung regelt Rundfunklandschaft |
| Venezuela |
| Donnerstag, den 06. August 2009 um 01:38 Uhr |
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Zwei Fernsehsender und 32 Radiostationen mußten am vergangenen Wochenende in Venezuela ihren Betrieb einstellen. Damit hat die derzeit laufende Kampagne der venezolanischen Regierung zu einer Neuregulierung der Medienlandschaft in dem südamerikanischen Land einen neuen Höhepunkt erreicht. Betreiber dieser kommerziellen Sender verurteilten dies wie üblich als »Angriff auf die Meinungsfreiheit«. In oppositionellen Medien und Meldungen internationaler Agenturen heisst es auch, Chávez wolle fast 200 Radio- und Fernsehsender schließen, weil sie die Regierung kritisieren.
Tatsache ist hingegen, dass die Nationale Kommission für Telekommunikation (Conatel) einen bestimmten Zeitraum festgelegt hatte, in dem ie Lizenzinhaber für Radio und Fernsehen ihre Berechtigung vorweisen sollten, um damit ihren legalen Status zu belegen. Ergebnis dieser Untersuchung war, dass insgesamt 151 Rundfunkmedien illegal arbeiten, ohne dabei die „Eigentümer“ mitzuzählen, die sich wie Medien-Großgrundbesitzer Frequenzen angeeignet haben, die ihnen ursprünglich nicht zugeteilt worden waren. In Venezuela gibt es heute 794 UKW-Sender, 1998 waren es nur 494. Von den 794 UKW-Sendern sind 472 privat (59,45 Prozent), beim Amtsantritt von Chávez waren es 181; 243 (30,6 Prozent) sind nichtkommerzielle Lokalsender, die selbe Zahl wie 1998. 79 Sender (9,95 Prozent) sind öffentlich, als Chávez antrat, waren es 70. Das größte Wachstum in den vergangenen zehn Jahren fiel also auf den privaten Bereich. Im Bereich des Fernsehens ist die Situation ähnlich. 1998 gab es 29 private Kanäle (93,5 Prozent) und zwei öffentliche; nach zehn Jahren Bolivarischer Regierung gibt es 65 private Kanäle (60,18 Prozent), 37 Lokalsender (34,26 Prozent) und sechs öffentliche (5,56 Prozent); das heißt, die Privatsender haben mehr Reichweite und Präsenz als die öffentlichen und lokalen Medien. Neuere Artikel:
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