Übernommen von der Kommunistischen Partei Israels:
Siedler sabotierten am Freitagmorgen (12. Juni) die Wasserversorgung von Khan al-Ahmar, während Hunderte Israelis und Palästinenser bei sengender Hitze durch die besetzten Gebiete marschierten, um gegen die bevorstehende Räumung der Gemeinde zu protestieren. Die Siedler beschädigten Rohrleitungen, die Beduinengemeinden in der Region mit Wasser versorgen. Laut Al-Bader, einer Organisation, die sich für die Rechte der Beduinen einsetzt, haben Gruppen von Siedlern Wasserleitungen durchtrennt und zerstört, die die Gemeinden Al-Arara, Al-Mahtoush und Al-Tibneh in Khan al-Ahmar versorgen.
Die Organisation erklärte, dass die Zerstörung dieser Wasserinfrastruktur die schweren Notlagen der Bewohner verschärft und sich direkt auf ihre grundlegenden täglichen Bedürfnisse auswirkt, zumal diese palästinensisch-beduinischen Gemeinschaften auf diese Leitungen als ihre primäre Wasserversorgung angewiesen sind
Hunderte von Demonstranten, darunter der Knesset-Abgeordnete Ofer Cassif (Hadash) und der ehemalige Hadash-Abgeordnete Dov Khenin, nahmen am Freitagmorgen am „Freedom March“ teil, um ihre Solidarität mit den Bewohnern von Khan al-Ahmar zu bekunden, einer palästinensischen Gemeinde, der die unmittelbare Vertreibung droht.
Die Peace Partnership, die die Initiative organisiert hatte, erklärte: „Israelis und Palästinenser standen zusammen und sprachen mit einer klaren Stimme: Nein zur Vertreibung der Bewohner von ihrem Land. Die Menschen in Khan al-Ahmar wissen, dass sie nicht allein sind.“ Gleichzeitig griffen Siedler palästinensische Häuser und Fahrzeuge im Dorf Yasuf im Bezirk Salfit an. Nach Angaben des Gemeinderats zerschlugen die Angreifer Fenster von Häusern und Autos und verursachten erheblichen Sachschaden, bevor sie in Richtung einer nahegelegenen Siedlung flohen.
Laut OCHA (Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten) haben seit Januar mehr als 1.000 Angriffe von Siedlern in über 230 Gemeinden im besetzten Westjordanland zu Opfern oder Sachschäden geführt, wobei in diesem Zusammenhang über 2.200 Palästinenser vertrieben wurden.
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Quelle: Kommunistische Partei Israels

