| ver.di verschärft Streik im Berliner öffentlichen Dienst | | Drucken | |
| Berlin |
| Montag, den 30. Juni 2008 um 12:26 Uhr |
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Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft alle Beschäftigten aus den Bezirksämtern, den Kitas, den Senatsverwaltungen und nachgeordneten Einrichtungen Berlins für den 1. Juli 2008 zu einem ganztägigen Streik auf. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass wegen des Streiks die Dienstleistungen des öffentlichen Dienstes am Dienstag in der Hauptstadt nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Zahlreiche Kitas und Schulhorte werden geschlossen bleiben oder nur Notdienste anbieten. Auch die Bürger- und Ordnungsämter sowie die Zulassungsstellen befinden sich bereits seit dem 25. Juni im Streik.
Berlin ist das einzige Bundesland in der Bundesrepublik, welches für 2008 und 2009 einen Haushaltsüberschuss von 500 Mio. Euro bzw. 90 Mio. Euro plant und im letzten Jahr einen unerwarteten Überschuss von 80 Mio. Euro erzielte. Berlin ist auch das einzige Bundesland, welches seinen Beschäftigten seit Mai 2004 keine tariflichen Erhöhungen zahlt. In den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Berliner öffentlichen Dienstes bietet der Senat bisher eine Einmalzahlung von 300 Euro für 2008 und die Zahlung eines "Sockelbetrages" von 50 Euro irgendwann ab Mitte 2009 an. Dieses Angebot ist zu gering, die Gewerkschaften haben den Senat aufgefordert, nachzubessern, um den Konflikt lösen zu können. Treffpunkt der Streikenden ist am Dienstag, dem 1. Juli 2008 um 9.00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz / Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin (nicht zufällig der Sitz der in Berlin mitregierenden Partei "Die Linke"), von dort geht eine Demonstration zum Roten Rathaus, die Kundgebung vor dem Roten Rathaus wird ca. gegen 10.30 Uhr beginnen. Verwandte Artikel: |





