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Feministische Partei fordert »Schutzschirm für Frauen« | Drucken |  E-Mail
Frauen
Sonntag, den 08. März 2009 um 02:00 Uhr
»Was die Situation der Frauen und Mädchen in Deutschland betrifft, hat Frau Bundeskanzlerin Merkel mit der großen Koalition noch keine besonderen Fortschritte erzielt,« erklärt die Bundessprecherinnenrunde der Feministischen Partei »Die Frauen« in einer Erklärung zum Internationalen Frauentag am 8. März.

»Im Gegensatz zu ihrer außerordentlichen Hilfsbereitschaft, mit Milliarden an Steuergeldern wettzumachen, was das kapitalistisch-patriarchale System im Verein mit seinen hörigen PolitikerInnen angerichtet hat, hat die Bundesregierung nicht einmal eine Stellungnahme bereit, wenn wieder einmal festgestellt wird, dass Frauen ein Viertel weniger verdienen als Männer, bischöfliche Verbalentgleisungen Frauen in die Nähe von NS-Verbrechern rücken, zwar ein Hassmord an einer türkischen Frau entsprechend bestraft wird, weniger spektakuläre Hassmorde an Frauen jedoch immer noch als ´Beziehungstaten` bagatellisiert werden und die Täter glimpflich davonkommen, längst widerlegte Behauptungen, wie die angebliche Benachteiligung von Jungen in der Grundschule unwidersprochen verbreitet werden können, die Selbstbestimmung von Frauen auf Schwangerschaftsabbruch mit der geplanten Gesetzgebung in Bezug auf Spätabtreibungen auf der Kippe steht, die Würde von Frauen in Pornografie und Prostitution permanent mit Füßen getreten wird, aktiv unterstützt durch die frauenfeindliche Propaganda der Medien. Und das nach 60 Jahren Grundgesetz und dem dort verankerten Grundrecht Art. 3 Abs. 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“!«

Die Partei fordert von der Bundeskanzlerin (ausgerechnet!) »dass Frau Dr. Merkel ihre Spitzenposition dazu gebraucht, sich am Internationalen Frauentag 2009 nicht nur mit erfolgreichen Frauen fotografieren zu lassen, sondern einen Schutzschirm für Frauen aufspannt, damit die ständige antifeministische Propaganda der Medien beendet wird und Frauen endlich den Anteil an politischer Macht und gesellschaftlichem Reichtum erhalten, der ihnen auf Grund ihres Bevölkerungsanteils und ihrer freiwillig geleisteten gesellschaftlich notwendigen Arbeit zusteht.« Wenn das verwirklicht sei, könne »der Internationale Frauentag als Tag der Demokratie, der Gerechtigkeit und des Friedens« begangen werden.
 
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