Gabriela Rivadeneira bei der Pressekonferenz. Foto: AndesIn Ecuador ist die Präsidentin der Nationalversammlung, Gabriela Rivadeneira, einem Sprengstoffanschlag entgangen. Wie die Politikerin der Regierungspartei Alianza PAIS am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Quito informierte, haben ihr bislang unbekannte Täter per Post einen Sprengsatz zugeschickt, der in einer CD-Hülle versteckt war. Offenkundig sollte das Päckchen beim Öffnen explodieren. Glücklicherweise kam es dazu nicht, der Sprengsatz wird von den zuständigen Stellen untersucht.

»Als wir mitten in der Sitzung waren, kam in meinem Büro ein Umschlag an, der mit der Post von Ecuador ohne Absender und an mich adressiert verschickt worden war und der etwas enthielt, was dem Anschein nach eine CD war. Tatsächlich handelte es sich um einen mittelstarken Sprengsatz mit möglicherweise tödlicher Wirkung, der zum Glück nicht explodierte«, sagte Rivadeneira den Medienvertretern. Die Abgeordnete rief alle Ecuadorianer auf, das Leben und die körperliche Integrität aller Menschen zu wahren, unabhängig von allen möglichen politischen Differenzen. Jede Form von Konfrontation in den Tagen bis zu den Wahlen am kommenden Sonntag, 19. Februar, müsse verhindert werden. Die Ecuadorianer entscheiden am Sonntag über ihren künftigen Präsidenten. die 137 Abgeordneten der Nationalversammlung und die fünf Vertreter des Landes im Andenparlament.

Die Politikerin kündigte an, man werde die Ergebnisse der Ermittlungen durch die Polizei abwarten. »In der Politik gibt es keine Feinde, sondern Gegner, und in diesem Kontext muss der Respekt für das Leben immer das Wichtigste sein.«

Víctor Hugo Zárate, der Chef der für den Schutz des Parlaments zuständigen Polizeieinheit, erklärte, dass das Paket mit dem Sprengsatz nicht vollständig geöffnet wurde und deshalb eine Explosion verhindert werden konnte. Das Paket sei vom technischen Personal der Polizei entschärft worden. Aktuell werde der Postbote befragt, der das Paket zugestellt habe.

Quelle: ANDES / RedGlobe