Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza forderte von den Regierungen Europas, sich von der Position der US-Administration freimachen und die Anwendung unilateraler Zwangsmaßnahmen gegen Venezuela aufzugeben.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung »El País« wies Arreaza laut Prensa Latina den internationalen Druck zurück, der gegen sein Land ausgeübt werde und der es schwierig mache, von einer unparteiischen Haltung der EU als Vermittler auszugehen.

„Sie richten über uns und verurteilen uns, ohne uns auch nur einmal angehört zu haben. Die Verfassung ist das elemtarste, man darf nicht dazu aufrufen, die Magna Charta zu verletzen. Das ist genau das, was die EU mit ihrer Abstimmung im Mai getan hat, sie zu missachten“, sagte er.

Arreaza ging auch auf die angebliche humanitäre Hilfe ein, die von der von Washington unterstützten Opposition gefordert und von der politischen Gemeinschaft des Alten Kontinents ünterstützt wird, die nicht weiter als ein Vorwand sei, um in venezolanisches Gebiet einzudringen.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass Präsident Maduro den europäischen Botschaftern vorgeschlagen habe, wenn sie wirklich mit dem Land zusammenarbeiten wollten,die über 1,6 Milliarden Dollar freizugeben, die das Finanzunternehmen Euroclear in Belgien zurückhielten.

„Oder dass man uns Kredite gibt, die wir mit Zinsen zurückzahlen, um die Blockade der USA auzugleichen. Das ist, was man von der Europäischen Union erwarten würde“, fügte er hinzu.

Der Diplomat erinnerte außerdem daran, dass die Kosten für diese Blockade sich allein im Jahr 2018 auf über 30 Milliarden Dollar belaufen hätten, was auch der Grund dafür sei, warum es „einleuchtendderwesie zu einigen Beschränkungen gekommen ist“.

Quelle:

Granma Internacional