Drei Tage Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr Schleswig-Holsteins

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, sind die Tarifverhandlungen für öffentlichen Personennahverkehr in Schleswig-Holstein erneut gescheitert. „Der kommunale Arbeitgeberverband hat zwar ein Angebot vorgelegt, dieses ist aber eine unzureichende Grundlage in Richtung eines Tarifabschlusses zu werten. Das vorgelegte Angebot wurde einstimmig von der Tarifkommission abgelehnt“, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

„Wir haben vereinbart, am kommenden Donnerstag einen weiteren Verhandlungsversuch zu unternehmen. Diesen werden wir mit einem dreitägigen Warnstreik an allen TV-N-Standorten begleiten, damit endlich echte Bewegung in den Konflikt kommt, und die Arbeitgeber verstehen, dass wir ein weiteres Hinziehen der Verhandlungen nicht mehr akzeptieren“, so Pliete weiter.

Die Warnstreiks beginnen am kommenden Dienstag mit Betriebsbeginn und werden bis zum Betriebsschluss am Donnerstag andauern. Betroffen sein werden die Standorte Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster.

ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 01.01.2020. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen.

Die Arbeitgeber haben angeboten, einen Tarifvertrag mit dreijähriger Laufzeit abzuschließen. In dem Angebot sind drei Erhöhungsstufen erhalten. 110,- Euro für 2020, 2,8% für 2021 und 2,30 % für 2021.

Die Verhandlungen sollen am 13. Februar in Neumünster weitergeführt werden.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Nord

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