Aktualisierung zum Coronavirus durch den für Epidemiologie zuständigen Direktor im kubanischen Gesundheitsministerium

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Der für Epidemiologie zuständige Direktor im kubanischen Gesundheitsministerium Dr. Francisco Durán aktualisierte heute in der Fernsehsendung «Buenos Días» die Information zur Lage, in der sich das Land nach der gestrigen Bekanntgabe der Präsenz den neuen Coronavirus auf der Insel befindet.

Er erklärte, dass aufgrund des Plans zum Schutz und zur Kontrolle des Coronavirus, dessen wichtigster Faktor die Mitarbeit der Bevölkerung und die umfassende Aufmerksamkeit der kubanischen Regierung sei, man gestern die ersten positiven Fälle von SAES CoV-2 entdeckt habe.

„Sie reisten über den Internationalen Flughafen „José Martí“ in Havanna ein, ohne Symptome aufzuweisen und begaben sich nach Sancti Spiritus und auf dem Weg dorthin informierten die Angestellte des Reiseveranstalters, der Fahrer und später die Besitzerin der Unterkunft, wo sie logierten, die in dieser Stadt dafür zuständige Klinik, in der man bei den Ausländern, die aus der Lombardei, eine der am schwersten betroffenen italienischen Regionen kamen, eine epidemiologische Analyse durchführte“, erklärt Durán.

Man unterrichtete die lokalen und nationalen Behörden und überführte sie dann zum Institut für Tropenmedizin „Pedro Kouri“ (IPK), das für die Einweisung von Bürgern eines anderen Landes vorgesehen ist, bei denen Symptome auftreten. Dort führte man alle dafür vorgesehenen Maßnahmen durch, da System arbeitete perfekt und in weniger als 24 Stunden hatte man bereits die Proben entnommen und lagen die Diagnosen vor, dass von den vier Eingewiesenen drei den Virus aufwiesen“, führte der Arzt weiter aus.

Durán betonte, wie wichtig die Mitarbeit der Bevölkerung sei, was durch die in diesen Fall involvierten Personen, das effektive Funktionieren des eingerichteten Kommunikationssystems sowie die Überweisung ins IPK und die dortige Aufnahme bewiesen werde. „Es war alles eine Frage von Minuten“, sagte er.

Sofort nach der Ankunft im IPK wurden alle Behandlungsprotokolle angewandt und es stellte sich heraus, dass zwei Frauen von 57 und 65 Jahren positiv getestet wurden, die weiterhin keine Symptome aufweisen und derjenige mit leichten Symptomen, der ebenfalls positiv getestet wurde, ist ein Mann von 61 Jahren, der weiterhin stabil ist. Die drei seien isoliert und befänden sich in Behandlung, sagte er weiter.

„Das ist eine neue Krankheit und es ist wichtig festzustellen, dass von diesen vier nur einer sehr schwache Symptome aufwies. Wenn man nichts über die epidemiologische Situation von dort wo sie herkommen, gewusst hätte, hätte das klinische Krankheitsbild unbemerkt als einfache Erkältung durchgehen können, deswegen muss man wachsam sein“, betonte er.

„Mit der Desinfizierung aller Oberflächen mit Chlor wurde begonnen und auch mit der Überwachung der Personen, die seit der Ankunft der Betroffenen im Land mit diesen in Kontakt getreten waren.“, führte er aus.

Der Arzt rief außerdem die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich an die Maßgaben zu halten, die die höchste Führung des Landes vor einigen Tagen empfohlen hatte: dauerndes Händewaschen und die Desinfizierung der Oberflächen mit Chlor, den Mund beim Niesen und Husten zu bedecken, sich von Menschenmengen fernzuhalten und Mundschutz zu benutzen – etwas, was man in diesen Tagen der Bevölkerung erklären werde, damit sie sich diesen auf die richtige Weise herstellen könne.

„Die Bevölkerung muss sich über das Verhaltend er Krankheit in Kuba und auf internationaler Ebene auf dem Laufenden halten und beim kleinsten Symptom schnell den Familienarzt oder die am nächsten gelegene Gesundheitseinrichtung aufsuchen“, schloss Durán.

Quelle:

Granma Internacional

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