Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert vom Berliner Senat einen besseren Infektionsschutz für die Beschäftigten. Bereits  vor rund zwei Wochen hatte der Berliner Hauptpersonalrat, der die Interessen der rund 115.000 Beschäftigten bei Senat und den Bezirksämtern vertritt, die Gesundheitssenatorin Kalayci aufgefordert, über ihre Infektionsschutzstrategie zu informieren. Leider liegt bislang immer noch keine Antwort vor.

„Zu den Maßnahmen, die dringend erforderlich sind, gehören klare Regeln und Unterweisungen der Beschäftigten. Die Einhaltung von Hygienevorgaben gehört ebenso dazu, wie zum Beispiel ganz praktische Dinge wie das regelmäßige Desinfizieren von Türklinken und Reinigen von Räumen“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin. Viele Beschäftigte haben weiterhin  – wie Mitarbeiter in Ordnungsämtern, Kitas oder Sozialämtern – umfangreiche Bürgerkontakte und damit auch Sorge, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. „Wir sehen auch, dass es bei den Personal- und Beschäftigtenvertretungen viele Anfragen zum Infektionsschutz gibt. Daher erwarten wir von der zuständigen Gesundheitssenatorin, den Infektionsschutz zu verbessern und ihre Strategie unverzüglich vorzustellen“, so Andrea Kühnemann. ver.di erwarte auch, dass die Personalräte, Gleichstellungs-, Jugend- und Auszubildendenvertretungen sowie die Vertrauensleute der Schwerbehinderten rechtzeitig und umfassend einbezogen werden.

Neben den Fragen, wie unter den Vorgaben eines möglichst optimalen Infektionsschutz der laufende Betrieb organisiert wird, ist auch zu klären, wie besondere Risikogruppen, zu denen ältere Beschäftigte oder Schwerbehinderte gehören, zu schützen sind. „Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, ist ein guter Weg, allerdings mangelt es hier vielfach an den technischen Mitteln. Zudem fehlen auch hier klare Regeln, die jetzt mit den Beschäftigtenvertretungen zu vereinbaren sind“, so Andrea Kühnemann.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg