Russlands Botschafter in junge Welt: Multilaterale Kooperation wichtigste Lehre aus Zweitem Weltkrieg

In einem exklusiven Kommentar für die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt (Freitagausgabe) äußert sich der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik, Sergej J. Netschajew, anlässlich des Tages der Befreiung vom deutschen Faschismus, dem 8. Mai, der sich zum 75. Mal jährt. Er äußert sein Bedauern, dass in letzter Zeit „zunehmend jene politischen Kräfte ihr Haupt erheben, die (…) den entscheidenden Beitrag der Roten Armee und des sowjetischen Volkes zum Sieg über den Nazismus in Zweifel ziehen und die Sowjetunion für die Entfesselung des Konflikts verantwortlich machen wollen“. Netschajew führt aus, dass das Ziel, die Geschichte umzuschreiben, „weder vor Lügen und Fälschungen noch vor Abriss von Denkmälern und Gedenkstätten für sowjetische Soldaten“ haltmache.

Der 9. Mai wird in Russland als „Tag des Sieges“ begangen. Die dort geplanten Feierlichkeiten hätten aufgrund der Coronapandemie „wesentlich geändert“ werden müssen. Doch „auch in der aktuellen Situation setzen die russischen Auslandsvertretungen in Deutschland alles daran, das Jubiläum in aller Würde zu feiern.“

Sergej J. Netschajew mahnt die „Schaffung eines gerechten Systems der internationalen Beziehungen, der multilateralen Kooperation im Sinne der Gleichheit und der gemeinsamen Interessen“ als „eine der wichtigsten Lehren für die Menschheit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ an. „Niemals ging es gut aus, wenn man sich über andere stellt und das Monopol auf Wahrheit und Gerechtigkeit proklamiert“, so der Botschafter der Russischen Föderation in seinem Gastkommentar.

Lesen Sie den exklusiven Beitrag von Sergej J. Netschajew in der Freitagausgabe (8. Mai 2020) in der Tageszeitung junge Welt.

Pressemitteilung der Tageszeitung junge Welt


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