Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Teresa Amarelle Boué, Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), prangerte am Donnerstag bei den Vereinten Nationen an, dass die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba, verschärft in Zeiten der Pandemie, aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf das Volk der Insel und insbesondere ihre Frauen das Haupthindernis für die Verwirklichung ihrer Rechte und die schädlichste Form von Gewalt gegen sie darstellt.

In ihrer Ansprache in der hochrangigen Tagung der 75. ordentlichen Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die aus Anlass des 25. Jahrestages der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau gewidmet war, wies sie darauf hin, dass die von kubanischen Frauen in allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen gewonnenen Räume Ergebnisse des politischen Willens des Staates und der Regierung Kubas sind, die diese Maßnahmen durch die Anwendung von Gesetzen und Programmen unterstützen. Dabei nimmt die neue Verfassung der Republik einen wichtigen Platz ein und bestätigt das Bekenntnis zum Grundsatz der Gleichheit und Nichtdiskriminierung.

Sie erläuterte, dass die kubanische Gesellschaft, ohne perfekt zu sein, ein Beispiel für Inklusion sei: „Wir Kubanerinnen erhalten gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit. Eine fortgeschrittene Arbeitsgesetzgebung garantiert unsere Rechte im staatlichen und nichtstaatlichen Sektor. Wir haben Zugang zu Programmen der sozialen Sicherheit, kommen in den Nutzen kostenloser und qualitativ hochwertiger Bildungs- und Gesundheitsdienste.“

Amarelle Boué argumentierte, dass beispielsweise kubanische Frauen 49 % der Beschäftigten im zivilstaatlichen Sektor stellen und mehr als 80 % Facharbeiter oder Hochschulabsolventen sind. Sie gab an, dass Frauen die Mehrheit unter den professionellen Richtern und Staatsanwälten darstellen, 53,5 % der Beschäftigten im Wissenschafts-, Innovations- und Technologiesystem und 69,6 % im Gesundheitswesen ausmachen.

Sie hob hervor, dass kubanische Frauen Teil der medizinischen Brigaden sind, die Dienstleistungen in verschiedenen Regionen der Welt erbringen, und hob die Rolle hervor, die sie im Kampf gegen das neue Coronavirus, insbesondere in den sogenannten roten Zonen, bei der Entwicklung von Behandlungsprotokollen und auch bei der Erforschung von Impfstoffkandidaten gegen die Krankheit spielen.

Der Generalsekretärin des FMC versicherte, dass der Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung bis 2030 und der Prozess der Gesetzesaktualisierung des Landes den Willen Kubas bekräftigen, alle Formen von Diskriminierung und Gewalt zu beseitigen und die volle Gleichheit von Rechten und Chancen zu erreichen, im Einklang mit der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking und dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau.

Quelle:

Granma Internacional