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FIR empört über die Schändung einer Gedenkstätte in Burg

In Deutschland gibt es über 50 Gedenkorte, an denen das Symbol der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) als Ausdruck der internationalen  antifaschistischen Verbundenheit genutzt wird. Eine der großen Gedenkorte befindet sich in Burg (Sachsen-Anhalt).

Vor wenigen Tagen mussten wir erfahren, dass am 30. Juli 2025 bei diesem Gedenkort, der ein Ehrenmal für sowjetisches Soldaten ist, der Sockel des dort zu Ehren des Sieges über den Nazismus aufgestellten Panzerdenkmals mit Hakenkreuzen und anderen nazistischen Symbolen beschmiert wurde. Dies ist bereits die dritte Schändung dieses Gedenkortes seit August 2024. Laut Polizei sind die Täter bislang nicht zu ermitteln.

Nicht nur in Burg, auch an anderen Orten in Deutschland sind solche Fälle von Vandalismus an sowjetischen Kriegsgedenkstätten zu registrieren. Wir danken der Stadtverwaltung in Burg, dass diese Schmierereien zügig entfernt wurden und das ursprüngliche Aussehen des Ehrenmals wiederhergestellt wurde.

Die Botschaft der Russischen Föderation erklärte in einer Stellungnahme: „Nachdrücklich rufen wir die deutschen Behörden dazu auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die Unversehrtheit und Sicherheit sowjetischer Kriegsgräber- und Gedenkstätten gemäß den Verpflichtungen der deutschen Seite aus dem bilateralen Regierungsabkommen über Kriegsgräberfürsorge vom 16. Dezember 1992 zu gewährleisten. Wir hoffen, dass die Täter ermittelt und der gerechten Strafe zugeführt werden.“

Die Botschaft wies zudem darauf hin, dass nach geltender Gesetzgebung die Zerstörung, Beschädigung oder Schändung von Kriegsgräberstätten auf dem Gebiet der Russischen Föderation oder außerhalb ihrer Grenzen strafrechtlich verfolgt werden kann. Dies gelte gleichermaßen für Denkmäler, Stelen, Obelisken und andere Gedenkstätten.

Die Schändung von Gedenkorten ist ein Zeichen von Geschichtsvergessenheit und Geschichtsrevision, die die FIR und ihre Mitgliedsverbände niemals hinnehmen werden.

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