Übernommen von Internationaler Gewerkschaftsbund:
Der Vorstand des IGB hat bei seiner Sitzung vom 2. bis 4. Dezember in Addis Abeba, Äthiopien, eine Entschließung angenommen, in der Solidarität bekundet und die dringende Notwendigkeit einer Waffenruhe sowie eines inklusiven Übergangs zum Frieden in Sudan betont wird.
Die mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Gewerkschaften aus aller Welt vertraten, haben eine Entschließung angenommen, in der die anhaltenden Gräueltaten in Sudan nachdrücklich verurteilt werden, darunter ethnische Gewalt, Massenmorde und gezielte Angriffe auf Zivilpersonen und humanitäre Hilfskräfte. Gefordert werden:
- eine sofortige Waffenruhe und ungehinderter humanitärer Zugang.
- die Aussetzung externer Waffenlieferungen, die den Konflikt schüren.
- ein inklusiver, vom sudanesischen Volk ausgehender Übergangsprozess.
- Rechenschaftspflicht für Kriegsverbrechen und Unterstützung für die Überlebenden.
Der Vorstand hat den sudanesischen Beschäftigten und ihren Gewerkschaften, insbesondere dem sudanesischen Gewerkschaftsbund SWTUF, einer Mitgliedsorganisation des IGB, die Unterstützung der internationalen Gewerkschaftsbewegung zugesagt.
Bei ihrer ersten Sitzung auf dem afrikanischen Kontinent haben die Vorstandsmitglieder zudem konstruktive Gespräche mit ranghohen Vertretern der äthiopischen Regierung geführt, darunter der stellvertretende Premierminister, Adem Farah, die Ministerin für Arbeit und Kompetenzen, Muferihat Kamil, und der Staatsminister für Arbeitsangelegenheiten, Daniel Teressa.
Weitere wichtige Beschlüsse des Vorstandes waren:
- der strategische Plan des IGB für den Kampf für Demokratie im Jahr 2026: Verteidigung der grundlegenden Rechte und Prinzipien der ILO, Enttarnung derjenigen, die die Demokratie untergraben, sowie Organisierung und Inklusion aller Beschäftigten.
- ein Aktionsplan für Frieden und gemeinsame Sicherheit als Rahmen für das Engagement der Gewerkschaften mit Blick auf Konfliktprävention, Friedensförderung und Wiederaufbau nach Konflikten.
- ein überarbeitetes schnelles Eingreifverfahren für Krisensituationen, um die Kapazitäten des IGB bei der Verteidigung von Gewerkschaften, die unter Beschuss geraten, auszubauen.
Solidarität mit Lee Cheuk-yan
Der Vorstand hat sich uneingeschränkt hinter die Kampagne für die Freilassung von Lee Cheuk-yan gestellt, des früheren Gewerkschaftsvorsitzenden und lebenslangen Verfechters der Arbeitnehmerrechte und der Demokratie in Hongkong, der aktuell wegen seines Eintretens für die Demokratie im Gefängnis sitzt und mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen muss.
IGB-Generalsekretär Luc Triangle betont: „Von dieser Sitzung geht ein starkes Signal internationaler Gewerkschaftssolidarität aus. Von Sudan bis Hongkong treten wir gemeinsam für Demokratie, Frieden und Arbeitnehmerrechte ein. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln, um die Gräueltaten in Sudan zu beenden und einen vom sudanesischen Volk ausgehenden Übergang zum Frieden zu unterstützen.“

