Übernommen von KOMintern:
Nach der jeweils mittels offener Kriegsdrohungen erzwungenen Überschreibung der von China betriebenen Häfen des Panamakanals an BlackRock und Ausstiegs Panamas aus dem „Seidenstraßen“-Projekt, sowie massenhafter Abschiebungen nach Kolumbien, spitzen sich nunmehr seit Wochen die Attacken auf Venezuela – über das zwar realiter kein Fentanyl fließt, dafür aber die weltgrößten Ölreserven sprudeln – zu.
Bereits am 2. Dezember, zum 202. Jahrestag der unter US-Präsidenten James Monroe 1823 verabschiedeten berüchtigten Monroe-Doktrin, mit der Lateinamerika, genauer: sämtliche Staaten der beiden Amerikas, bekanntlich zum „Hinterhof“ (backyard) und außenpolitisch-militärischen Eingriffsgebiet Washingtons erklärt wurden, gab das Weiße Haus eine Erklärung heraus, die mit dem Wortlaut endete: „Durch mein Trump-Korollar neu belebt, ist die Monroe-Doktrin lebendig und wohlauf, und die Führungsrolle der Vereinigten Staaten ist stärker denn je zurückgekehrt.“ Eine Woche darauf, legte der amtierende POTUS dann die neue US-Sicherheitsstrategie mit ihrem „Trump-Zusatz zur Monroe-Doktrin“ vor. Mit dieser nimmt Washington zum einen die Rohstoffvorräte wie etwa die riesigen Erdölvorkommen Venezuelas, aber auch die großen Lithiumvorkommen Argentiniens, Boliviens und Chiles sowie „kritische Lieferketten“ ins Visier und hat zur Offensive des US-Imperiums geblasen, die Region „frei von … außerhemisphärischen Konkurrenten“ zu halten. Sprich: „alles in unserer [US-] Macht Stehende tun“ die Handelsverflechtungen, Infrastrukturprojekte mit und Investitionen aus China und Russland „in der Region … zu verdrängen“. Entsprechend werde man, so die US-Sicherheitsstrategie weiter, für den unter dem Sternenbanner exklusiv beanspruchten Zugang zu den „strategisch wichtigen geografischen Räumen in der gesamten Region“ resp. den „kontinuierlichen Zugang [der USA] zu strategisch wichtigen Schlüsselstandorten“ auf dem amerikanischen Kontinent sicherzustellen, den Staaten des „Hinterhofs“ „durch verschiedene Mittel ihre Zusammenarbeit mit anderen erschweren.“ Dazu sieht das US-Empire explizit auch vor, die Militärpräsenz in Lateinamerika und in der Karibik zu erhöhen und hat Regime Changes in Venezuela und darauffolgend wohl Kuba auf die Agenda gesetzt. Denn Venezuela und die Rote Insel sind die darin größten Herausforderungen für den US-Imperialismus. Und so markiert Caracas den aktuellen Präzendenzfall, denn Venezuela verfügt nicht nur über die global größten Erdölreserven, sondern unterhält zudem „strategische Allianzen mit China und Russland“, „kontrolliert kritische Ressourcen, ohne deren Verwaltung an ausländisches oder verbündetes Kapital abzugeben“, und „hat Handelsmechanismen entwickelt, die den Dollar und westliche, hegemonische Wertschöpfungsketten umgehen“. (Carlos Fazio) Nach der stetigen Versenkung kleiner Fischerboote auf hoher See samt gezielten Tötung von Überlebenden, der offenen Piraterie auf Öltanker und des Aufmarsches von knapp einem Dutzend Kriegsschiffen und dem größten Flugzeugträger der US-Army, kam es gestern zur wohlweislich ersten Bodenattacke in Venezuela und damit zu einem weiteren Hochdrehen der Eskalations- und Kriegsschraube im Zeichen des US-amerikanischen Suprematie-Anspruchs über den Kontinent.
Angesichts dieser weiteren Eskalation erklärt die jüngst gegründete Initiative „Hände weg von Venezuela“:
„Die USA eskalieren ihre imperialistische Aggression gegen Venezuela. Ihr Ziel ist klar: der Sturz der Regierung. Im Stil einer Piratenbande lässt Trump Schiffe bombardieren oder Öltanker entern. Seit letzter Nacht behauptet er, dass die USA Drohnenschläge auf venezolanisches Territorium durchgeführt hätten. Diese Behauptungen sind der nächste Schritt auf der Eskalationsstufe. Die Machtübernahme von Hugo Chávez in Venezuela war Teil einer linken Welle in ganz Südamerika. Diese linke Welle war eine Demütigung für den US-Imperialismus. Dieser betrachtete Südamerika immer als „Hinterhof“, in dem er schalten und walten darf, wie er will. Wir dürfen dieser Eskalationsspirale der USA nicht tatenlos zusehen. Darum rufen wir dazu auf, im Falle einer weiteren militärischen Intervention durch die USA auch in Wien auf die Straße zu gehen.“ Nähere Infos folgen!
Quelle: KOMintern

