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Für Demokratie kämpfen, für den 1. Mai kämpfen

Internationaler Gewerkschaftsbund

Übernommen von Internationaler Gewerkschaftsbund:

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit den französischen Gewerkschaften, die zur Verteidigung des 1. Mai als Feiertag mobilmachen.

Die vorgeschlagene gesetzliche Neuregelung würde die Arbeitnehmerrechte grundlegend schwächen und die Bedeutung des Maifeiertages selbst untergraben.

„Ein Angriff auf den Tag der Arbeit in Frankreich ist ein Angriff auf den 1. Mai überall. Die internationale Gewerkschaftsbewegung steht an der Seite der Gewerkschaften in Frankreich, die für den Erhalt dieses gesetzlichen Feiertages für alle kämpfen.“ Luc Triangle, secretario general de la CSI

Die französischen Gewerkschaften werden am 22. Januar mobilmachen, wenn die Nationalversammlung über den Gesetzestext debattiert, der durch intensive Lobbyarbeit der Arbeitgeber vorangetrieben und im Eilverfahren durch das Parlament gebracht wurde. Sollte er verabschiedet werden, würde dies den seit langem geltenden Grundsatz aufheben, dass der 1. Mai der einzige bezahlte, obligatorische und arbeitsfreie Feiertag in Frankreich ist.

„Dies ist kein isolierter Angriff, sondern Teil eines Putsches der Milliardäre gegen die Demokratie. Eine der Strategien besteht darin, die gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmerschaft zu schwächen und den historischen Beitrag der Gewerkschaften zum Aufbau demokratischer Gesellschaften auszulöschen. Wir werden unsere Errungenschaften für arbeitende Menschen jedoch verteidigen. Als größte demokratische soziale Bewegung der Welt werden wir für Demokratie und für den 1. Mai kämpfen. Der Maifeiertag gehört den Menschen überall. Wir werden unser Recht auf Ruhetage, auf Organisierung und auf Zusammenhalt verteidigen“, betont Luc Triangle.

Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Arbeit am 1. Mai in mehr Branchen als bisher zu ermöglichen, was vor allem großen Einzelhandelskonzernen zugutekäme, während der Druck auf Beschäftigte und kleine unabhängige Unternehmen zunehmen würde.

Die Erfahrungen mit Sonntagsarbeit haben gezeigt, dass Schutzmaßnahmen wie Zulagen und freiwillige, statt obligatorischer, Arbeit an diesem Tag wirkungslos sind. Diese Vorteile entfallen bald, und die Beschäftigten fühlen sich schnell zur Arbeit gezwungen, da sie sonst mit Entlassung, Diskriminierung oder Nichteinstellung rechnen müssen.

In mehr als 160 Ländern wird der 1. Mai als Tag der Arbeit begangen, und viele Länder in allen Regionen der Welt haben ihn zu einem landesweiten gesetzlichen Feiertag erklärt. In Frankreich wird der 1. Mai seit über einem Jahrhundert anerkannt und ist seit 1946 ein bezahlter, obligatorischer Feiertag.

Quelle: Internationaler Gewerkschaftsbund

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