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Quebec: IGB solidarisiert sich angesichts einer beispiellosen gewerkschaftsfeindlichen Offensive mit den Gewerkschaften in Quebec

Internationaler Gewerkschaftsbund

Übernommen von Internationaler Gewerkschaftsbund:

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) bekundet seine uneingeschränkte Unterstützung für die Gewerkschaften in Quebec, die sich einer Reihe schwerwiegender Angriffe auf die Gewerkschaftsrechte und die Demokratie gegenübersehen.

Die Gewerkschaftsbewegung in Quebec ist mit einem wiederholten und missbräuchlichen Einsatz der Gesetzgebungsbefugnisse seitens der Provinzregierung konfrontiert, der darauf abzielt, die Autonomie der Gewerkschaften zu schwächen, das Streikrecht einzuschränken und die in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbaren Gegenkräfte auszubremsen.

Der IGB sieht in diesen Maßnahmen einen autoritären Kurswechsel, der mit den internationalen Verpflichtungen Kanadas unvereinbar ist.

„Was heute in Quebec passiert, ist keine einfache technische Reform: Es ist ein frontaler Angriff auf die Vereinigungsfreiheit und die Demokratie. Luc Triangle, Generalsekretär des IGB

„Überall auf der Welt versuchen Regierungen, Gewerkschaften mundtot zu machen, um die Verteidigungsmöglichkeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schwächen. Der IGB steht den Gewerkschaften CSD, CSN, CSQ und FTQ zur Seite, um ihre Grundrechte zu verteidigen.

Der IGB appelliert an die Regierung von Quebec, diese gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen zurückzunehmen und die Arbeitnehmerrechte, die Vereinigungsfreiheit und die soziale Demokratie uneingeschränkt zu achten. Er bekräftigt seine unerschütterliche Solidarität mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Quebec und mit ihren Gewerkschaften.“

Die Gewerkschaften in Quebec verurteilen insbesondere:

  • Eingriffe in ihre interne demokratische Funktionsweise;
  • die Einschränkungen des Streikrechts, eine wichtige Stütze des legitimen Machtgleichgewichts bei Tarifverhandlungen.

Diese Maßnahmen verstoßen gegen die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), zu deren Einhaltung sich Kanada verpflichtet hat.

„Der IGB sieht das Vorgehen in Quebec als Teil eines beunruhigenden weltweiten Trends: Unter dem Deckmantel der Ordnungspolitik, der Sicherheit oder wirtschaftlichen Effizienz versuchen Regierungen, die Gewerkschaftsbewegung zu schwächen, soziale Mobilisierung zu kriminalisieren und kollektive Rechte einzuschränken. Diese Angriffe zielen direkt auf die Möglichkeiten der Beschäftigten ab, uneingeschränkt am demokratischen Leben teilzunehmen.

Die Gewerkschaften zu verteidigen, bedeutet, die Demokratie selbst zu verteidigen.

Der IGB wird sich weiterhin auch auf internationaler Ebene engagieren, um die Regierungen an ihre Verpflichtungen zu erinnern und die Gewerkschaften zu unterstützen, die sich diesen Angriffen widersetzen. Internationale Solidarität ist heute wichtiger denn je“, so Luc Triangle.

Quelle: Internationaler Gewerkschaftsbund

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