Übernommen von Unsere Zeit:

Am 28. Juli jährt sich zum 40. Mal die Ermordung Ambrosio Mogorróns und Berndt Kobersteins in Nicaragua. Beide waren 1986 als Brigadisten zur Unterstützung der Sandinistischen Volksrevolution in Nicaragua. Ambrosio war ein baskischer Krankenpfleger und Berndt Koberstein ein Freiburger Genosse aus der Brigade „Carlos Fonseca“ von SDAJ und DKP. Ambrosio arbeitete unermüdlich in der Impf-Kampagne gegen Polio und Berndt war am Bau einer Trinkwasserleitung für die Gemeinde Wiwili beteiligt. Bei der Beschaffung von Material kamen ihre Fahrzeuge in einen Hinterhalt. Gemeinsam mit ihren nicaraguanischen Begleitern wurden sie Opfer einer der grausamen Attacken der US-finanzierten Contras.
Am 16. Juli startet eine „Delegation des Europäischen Komitees zur Solidarität mit der Sandinistischen Volksrevolution nach Managua“. Aus der BRD nimmt Stefan Natke teil, Mitglied der Internationalen Kommission des DKP-Parteivorstandes. Natke war in den 1980er Jahren gemeinsam mit Berndt Koberstein in der Brigade „Carlos Fonseca“.
Die Delegation wird unter anderem die Schule in Matagalpa besuchen, die nach Berndt Koberstein benannt ist, und auf Initiative der DKP errichtet wurde. In den Bergen des Bocay wird es eine Gedenkveranstaltung für den baskischen Genossen Ambrosio Mogorrón geben. Die Delegation wird auch an den Feierlichkeiten zum Sieg der Sandinistischen Volksrevolution am 19. Juli teilnehmen. Am 19. Juli 1979 nahmen die Sandinisten unter der Führung von Comandante Zero, Eden Pastora, die Hauptstadt Managua und den Präsidentenpalast ein. Sie beendeten damit die grausame Diktatur Anastasio Somozas.
Die USA wurden am 27. Juni 1986 vom Internationalen Gerichtshof 1986 für den illegalen Krieg gegen das nicaraguanische Volk verurteilt und mit einer Auflage zur Zahlung einer milliardenschweren Entschädigung belegt. Diese Entschädigung haben die USA bis heute nicht geleistet. Gegen diese Verweigerung richtet sich die internationale Kampagne und Unterschriftensammlung „Nicaragua se respeta!“ Auf den UZ-Friedenstagen in Berlin kann die Kampagne unterstützt werden.
Quelle: Unsere Zeit

