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Alle Wege führen nach Havanna

Übernommen von Unsere Zeit:

Die US-Regierung versucht, Kuba mittels völkerrechtswidriger Blockaden auszuhungern und in die Knie zu zwingen. Die sozialistische Insel benötigt entsprechend dringend Lebensmittel, Medikamente, medizinisches Material und andere lebensnotwendige Güter. Ein internationales Bündnis wollte die „Nuestra América Flotilla“ nach Kuba schicken, um die völkerrechtswidrige Seeblockade der USA zu durchbrechen. Die Organisatoren haben die Solidaritäts-Flotille nun zu einem Konvoi erweitert – das Interesse, sich solidarisch mit Kuba zu zeigen, ist so groß, dass die Veranstalter alleine nicht mehr zurecht kommen. Der soll Havanna „auf dem Luft-, See- und Landweg“ erreichen, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

Die Hilfslieferungen sollen am 21. März auf dem Malecón gesammelt werden. Internationale Delegationen organisieren derzeit Sammelstellen, organisieren Versorgungsgüter und planen die Reise. Besonders benötigt werden Grundnahrungsmittel wie Reis, Linsen und Nudeln, Nahrungskonserven, Grundzutaten mit langer Haltbarkeit wie Milchpulver und Cerealien sowie Babynahrung. Besonders hoch ist der Bedarf an Medikamenten und medizinischem Material. Kuba benötigt Schmerzmittel, Antihistaminika, Erste-Hilfe-Material und Wundversorgung für kleinere Wunden und Verbrennungen. Zudem fehlen Taschenlampen und Stirnlampen, Batterien (AA, AAA, C und D) sowie solarbetriebene Ladegeräte und Leuchten.

Der Konvoi wird unter anderem von Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, linken Parlamentsabgeordneten und öffentlichen Persönlichkeiten organisiert. Ihre Unterstützung bekannt haben etwa Jeremy Corbyn, der ehemalige Vorsitzende der britischen Labour Party, die US-Kongressabgeordnete Rashida Tlab und die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg. „Die USA begehen in diesem Moment einen brutalen Akt kollektiver Bestrafung gegen das kubanische Volk“, erklärte Thunberg. Sie unterstütze den Konvoi, „weil internationale Solidarität die einzige Kraft ist, die mächtig genug ist, um sich imperialen Figuren wie Trump und Netanyahu entgegenzustellen.“ Thunberg hatte im vergangenen Jahr an der Sumud-Flotille nach Gaza teilgenommen. Ob sie selbst nach Kuba reist, teilte sie noch nicht mit.

Tipps und Möglichkeiten, Kuba jetzt zu unterstützen, stellt der Nuestra América Convoy auf seiner Website nuestraamericaconvoy.org zur Verfügung.

Quelle: Unsere Zeit

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